Liwia Tokoda

Leidenschaftliche Journalistin ✨ Chefredakteurin eines Frauenmagazins 📝 TV-Redakteurin bei Deutschlands Top-Sendern 📺 Überglückliche Mama ❤️

Deine Haut spannt nach dem Waschen? Was deine Hautbarriere jetzt wirklich braucht

Du reinigst dein Gesicht, trägst deine Pflege auf und trotzdem fühlt sich deine Haut plötzlich trocken, rau oder unangenehm gespannt an. Vielleicht brennt sogar die Creme, die du bisher problemlos vertragen hast. Der erste Impuls ist oft, noch ein Serum, eine reichhaltigere Maske oder ein neues „Barrier Repair“-Produkt zu kaufen. Dabei kann gerade jetzt weniger mehr sein.

Denn hinter trockener und empfindlicher Haut kann eine beeinträchtigte Hautbarriere stecken. Sie ist keine Beauty-Erfindung aus den sozialen Medien, sondern erfüllt eine wichtige Aufgabe. Die äußerste Hautschicht hilft dabei, Wasser in der Haut zu halten und sie gegenüber äußeren Einflüssen zu schützen. Wird diese Schutzfunktion beeinträchtigt, kann die Haut schneller Feuchtigkeit verlieren und empfindlicher reagieren. 

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Woran merkst du, dass deine Haut gerade überfordert ist?

Trockene Haut kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Typisch sind Spannungsgefühl, raue oder schuppige Stellen und Juckreiz. Bei ausgeprägter Trockenheit können auch Rötungen, Brennen oder kleine Risse auftreten. 

Das bedeutet aber nicht, dass hinter jedem Pickel oder jeder Rötung automatisch eine „kaputte Hautbarriere“ steckt. Hautveränderungen können viele Ursachen haben. Gerade wenn Beschwerden anhalten, stärker werden oder immer wiederkehren, sollte nicht nur die Pflegeroutine betrachtet werden.


1. Du reinigst deine Haut zu aggressiv

Dieses Gefühl von „quietschsauber“ nach der Reinigung klingt zunächst nach besonders gründlicher Pflege. Für trockene oder empfindliche Haut ist es aber nicht unbedingt ein gutes Zeichen.

Aggressive Seifen und Reinigungsprodukte können Fette von der Haut entfernen und Trockenheit verstärken. Dermatologinnen und Dermatologen empfehlen bei trockener Haut deshalb milde Reinigungsprodukte und möglichst parfümfreie Pflege. 

Du musst deine Haut nach der Reinigung also nicht spüren können. Wenn sie regelmäßig spannt, lohnt sich ein Blick auf deinen Cleanser.

2. Dein Wasser ist zu heiß

Eine lange heiße Dusche kann wunderbar entspannend sein. Deine trockene Haut ist davon allerdings möglicherweise weniger begeistert.

Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei trockener Haut warmes statt heißes Wasser und eher kurze Duschen oder Bäder von etwa fünf bis zehn Minuten. Zu langes und heißes Duschen kann die Trockenheit verstärken. 

Das gilt nicht nur für dein Gesicht. Auch trockene Haut an Beinen, Armen und Händen kann von einer sanfteren Routine profitieren.

GUT ZU WISSEN:
Wann ist der beste Zeitpunkt für deine Creme?
Direkt nach dem Waschen oder Duschen, wenn deine Haut noch etwas feucht ist. Eine Feuchtigkeitspflege hilft dabei, Wasser in der Haut zu halten.
 

3. Du peelst trockene Haut einfach weg

Die kleinen Hautschüppchen stören und schon greifst du zum Peeling. Verständlich, aber nicht immer die beste Idee.

Gerade bei trockener, gereizter Haut kann zusätzliches Peelen die Haut weiter irritieren. Die American Academy of Dermatology rät bei trockener, schuppender Haut dazu, nicht reflexartig zu exfolieren, sondern die Haut zunächst konsequent mit Feuchtigkeitspflege zu unterstützen. 

Wenn deine Haut plötzlich empfindlich geworden ist, kannst du deshalb überprüfen, wie viele Peelings und aktive Wirkstoffe sich inzwischen in deinem Badezimmer angesammelt haben.

4. Du verwendest zu viele Wirkstoffe gleichzeitig

Retinoide, Säuren und andere aktive Wirkstoffe können in einer gut abgestimmten Hautpflege durchaus ihren Platz haben. Mehr Wirkstoffe bedeuten aber nicht automatisch bessere Haut.

Besonders wenn deine Haut bereits trocken und gereizt ist, können bestimmte aktive Produkte die Beschwerden zusätzlich verstärken. Die AAD empfiehlt bei sehr trockener Haut unter anderem, Retinoide vorübergehend zu meiden. Auch bei Peelings ist bei trockener Haut Zurückhaltung sinnvoll. 

Statt fünf neue Produkte gleichzeitig auszuprobieren, kann eine überschaubare Routine sinnvoller sein. So lässt sich außerdem viel leichter erkennen, welches Produkt deine Haut tatsächlich verträgt.

5. Deine Creme passt gerade nicht zu deiner Haut

Nicht jede trockene Haut braucht dieselbe Pflege. Bei stärkerer Trockenheit können Cremes oder Salben mehr Feuchtigkeit in der Haut halten als leichte Lotionen. Inhaltsstoffe wie Glycerin, Ceramide oder Hyaluronsäure finden sich häufig in Feuchtigkeitspflege und können bei trockener Haut sinnvoll sein. 

Bei empfindlicher Haut lohnt es sich außerdem, auf parfümfreie Produkte zu achten. Wichtig ist die kleine sprachliche Falle auf Verpackungen: „parfümfrei“ beziehungsweise „fragrance-free“ ist nicht zwangsläufig dasselbe wie lediglich „duftneutral“ oder „unscented“. Produkte ohne wahrnehmbaren Duft können trotzdem Duftstoffe oder Stoffe zur Maskierung von Gerüchen enthalten. 

DEIN TIPP:
Wenn deine Haut gerade ungewöhnlich empfindlich reagiert, mach deine Routine zunächst übersichtlich: milde Reinigung, eine gut verträgliche Feuchtigkeitspflege und tagsüber geeigneter Sonnenschutz. Führe neue Produkte anschließend lieber einzeln ein, statt deine gesamte Routine gleichzeitig auszutauschen.


Wann solltest du deine Haut dermatologisch abklären lassen?

Nicht jede trockene Haut braucht einen Arzttermin. Wenn sie sich trotz angepasster Pflege aber nicht bessert, stark juckt, schmerzt, brennt, einreißt, blutet oder sich ein Ausschlag entwickelt, solltest du sie dermatologisch untersuchen lassen. Hinter ausgeprägter trockener Haut können beispielsweise auch Hauterkrankungen wie eine atopische Dermatitis oder Psoriasis stecken. 

Und vielleicht ist das die wichtigste Beauty-Regel für Tage, an denen deine Haut scheinbar gar nichts mehr verträgt: Du musst sie nicht mit immer mehr Produkten überzeugen. Manchmal braucht gute Hautpflege vor allem eine einfachere Routine.


Quellen und weiterführende Informationen

American Academy of Dermatology, Tipps bei trockener Haut
American Academy of Dermatology, Feuchtigkeitspflege auswählen
DermNet, Emollients and Moisturisers
NHS, Emollients


Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle dermatologische Diagnose oder Behandlung.

Fatigue bei MS: Wenn selbst Schlaf die Erschöpfung nicht verschwinden lässt

Du hast eigentlich genug geschlafen und wachst trotzdem auf, als wäre dein Akku schon halb leer. Duschen, einkaufen, arbeiten, eine Freundin treffen. Dinge, über die du früher kaum nachgedacht hast, können plötzlich erstaunlich viel Kraft kosten.

Natürlich kennen wir alle Tage, an denen wir erschöpft sind. Fatigue bei Multipler Sklerose ist jedoch etwas anderes als die gewöhnliche Müdigkeit nach einer kurzen Nacht oder einem anstrengenden Tag. Sie kann sich körperlich und geistig bemerkbar machen und den Alltag erheblich beeinflussen. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft beschreibt Fatigue als häufiges Symptom der MS, das sich deutlich von normaler Müdigkeit unterscheidet. 

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Fatigue ist mehr als einfach nur müde sein

Bei MS kann Fatigue bedeuten, dass deine Energie im Laufe des Tages deutlich nachlässt oder körperliche und geistige Tätigkeiten ungewöhnlich anstrengend werden. Auch Konzentration und Leistungsfähigkeit können darunter leiden. Bei manchen Betroffenen verstärkt Wärme die Beschwerden zusätzlich. Das Schwierige daran ist, dass man Fatigue einem Menschen häufig nicht ansieht.

Du kannst morgens beim Bäcker stehen, dich mit einer Freundin unterhalten oder auf einem Foto vollkommen fit wirken. Niemand sieht dabei, wie viel Kraft dich dieser Moment möglicherweise kostet oder ob du danach erst einmal eine Pause brauchst.

Genau deshalb kann Fatigue auch im persönlichen und beruflichen Umfeld schwer zu vermitteln sein. Die Erschöpfung ist real, auch wenn sie von außen nicht sichtbar ist.


GUT ZU WISSEN:
Fatigue und ME/CFS sind nicht dasselbe. Fatigue kann als Symptom verschiedener Erkrankungen auftreten, darunter Multiple Sklerose. ME/CFS ist dagegen ein eigenständiges komplexes Krankheitsbild. Charakteristisch ist unter anderem, dass sich die Beschwerden nach körperlicher oder geistiger Belastung deutlich verschlechtern können. Dieses Phänomen wird als post-exertionelle Malaise, kurz PEM, bezeichnet. Bewegungsempfehlungen für MS-bedingte Fatigue lassen sich deshalb nicht einfach auf ME/CFS übertragen.
 


Ist immer die MS schuld?

Nein. Und genau deshalb lohnt sich eine gründliche Abklärung. Die NICE-Leitlinie empfiehlt, bei Menschen mit MS nicht automatisch davon auszugehen, dass eine bestehende Fatigue durch die MS verursacht wird. Auch Schlafprobleme, Schmerzen, Medikamentennebenwirkungen, Infektionen, eine Anämie oder Schilddrüsenfunktionsstörung sowie Angst und Depression können zu Erschöpfung beitragen. 

Wenn du dich seit einiger Zeit ungewöhnlich erschöpft fühlst, solltest du das deshalb nicht einfach als Stress oder unvermeidlichen Teil deiner MS hinnehmen. Sprich darüber mit deiner Neurologin oder deiner Hausarztpraxis.


Wie wird Fatigue festgestellt?

Es gibt nicht den einen Blutwert, der Fatigue eindeutig nachweist.

Wichtig ist vor allem, wie sich deine Erschöpfung bemerkbar macht und wie stark sie deinen Alltag beeinflusst. Die NICE-Leitlinie empfiehlt, Menschen mit MS gezielt nach Fatigue, plötzlich auftretender Müdigkeit und Veränderungen ihres Energieniveaus zu fragen, wenn diese den Alltag beeinträchtigen. Gleichzeitig sollten andere mögliche Ursachen untersucht werden. 

Dabei kannst du selbst etwas beitragen. Führe für einige Tage ein kleines Energie-Tagebuch. Wann bist du besonders erschöpft? Was hast du vorher gemacht? Wie hast du geschlafen? Spielt Wärme eine Rolle? Und welche Aktivitäten waren danach noch möglich?

So musst du beim nächsten Arzttermin nicht versuchen, die vergangenen Wochen aus dem Gedächtnis zusammenzufassen.


Was kann dir bei MS-bedingter Fatigue helfen?

Es gibt nicht die eine Strategie, die bei jeder Frau funktioniert. Vielmehr sollte gemeinsam geschaut werden, was deine Energie kostet und was dir persönlich hilft, besser mit ihr umzugehen.

Die NICE-Leitlinie empfiehlt ein individuelles Fatigue-Management. Dazu können das Festlegen von Prioritäten, ein bewusster Umgang mit der vorhandenen Energie sowie die Betrachtung von Bewegung, Ernährung und Stressmanagement gehören. 

Auch Bewegung muss bei MS-bedingter Fatigue nicht grundsätzlich vermieden werden. Die Leitlinie nennt individuell angepasste Programme mit Ausdauer-, Kraft- und Gleichgewichtsübungen als mögliche Ansätze. Auch Yoga oder Pilates können infrage kommen. Entscheidend ist nicht, irgendeinen Trainingsplan durchzuziehen, sondern eine Belastung zu finden, die zu deiner persönlichen gesundheitlichen Situation passt. 

Eine spezielle Ernährung, die MS-Fatigue nachweislich beseitigt, gibt es dagegen nicht. NICE rät ausdrücklich davon ab, eine bestimmte Diät allein zur Behandlung von Fatigue zu empfehlen. 

DEIN TIPP:
Plane einen guten Tag nicht automatisch komplett voll. Überlege morgens, welche zwei oder drei Dinge heute wirklich wichtig sind und was notfalls warten kann. Auch bewusst eingeplante Pausen können Teil deines Tages sein und müssen nicht erst dann stattfinden, wenn gar nichts mehr geht. Die DMSG nennt regelmäßige Ruhepausen als eine mögliche Strategie im Umgang mit MS-bedingter Fatigue.
 


Ein guter Tag bedeutet nicht, dass die Fatigue verschwunden ist

Vielleicht hast du selbst schon erlebt, wie schwer schwankende Beschwerden für andere zu verstehen sind. Gestern warst du unterwegs, heute brauchst du nach wenigen Aufgaben eine Pause.

Das widerspricht sich nicht. Fatigue kann sich im Tagesverlauf verändern und beispielsweise durch Belastung oder Wärme verstärkt werden. Sie kann außerdem Lebensqualität, soziales Leben und Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigen.  Deshalb musst du deine Erschöpfung auch nicht daran messen, wie viel andere Menschen an einem Tag schaffen.

Wenn deine Erschöpfung neu auftritt, deutlich stärker geworden ist oder deinen Alltag zunehmend bestimmt, sprich sie bei deinem nächsten Arzttermin ausdrücklich an. 


Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Symptomatische Therapie und Fatigue

NICE, Multiple sclerosis in adults: management, Abschnitt Fatigue

Bundesgesundheitsportal, ME/CFS und Abgrenzung zu Fatigue


Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.


Multiple Sklerose: Was hinter der „Krankheit der 1.000 Gesichter“ steckt

Ein Kribbeln, das einfach nicht verschwinden will. Plötzlich sieht ein Auge verschwommen oder der eigene Körper fühlt sich ungewöhnlich kraftlos an. Solche Beschwerden können viele verschiedene Ursachen haben und bedeuten keineswegs automatisch Multiple Sklerose. Wenn neurologische Symptome jedoch neu auftreten oder anhalten, solltest du sie ärztlich abklären lassen.

Denn Multiple Sklerose, kurz MS, kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Während eine Frau zunächst Sehstörungen entwickelt, beginnt die Erkrankung bei einer anderen vielleicht mit Taubheitsgefühlen oder Problemen beim Gehen. Nicht ohne Grund wird MS deshalb auch als „Krankheit mit den 1.000 Gesichtern“ bezeichnet. 

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Was passiert bei Multipler Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dazu gehören dein Gehirn und dein Rückenmark.

Bei MS spielen fehlgeleitete Immunreaktionen eine zentrale Rolle. Entzündliche Prozesse können unter anderem die Myelinscheiden schädigen, die Nervenfasern umgeben und für eine störungsfreie Weiterleitung von Signalen wichtig sind. Je nachdem, welche Bereiche des zentralen Nervensystems betroffen sind, können ganz unterschiedliche Beschwerden entstehen. Genau das macht MS so individuell. Es gibt nicht den einen Verlauf, den jede Betroffene durchläuft.

GUT ZU WISSEN
Multiple Sklerose ist nicht ansteckend und bedeutet auch nicht automatisch, irgendwann auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Solche Vorstellungen gehören zu den hartnäckigen Vorurteilen rund um die Erkrankung.
 


Welche Symptome können bei MS auftreten?

Zu den möglichen Beschwerden gehören unter anderem Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, Muskelschwäche, Probleme mit Gleichgewicht und Koordination, Schmerzen, Schwindel und Blasenstörungen.

Auch weniger sichtbare Symptome können eine große Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme sowie Fatigue, eine krankheitsbedingte, ungewöhnlich starke Erschöpfbarkeit. 

Vielleicht erkennst du einzelne dieser Beschwerden von dir selbst. Das bedeutet jedoch nicht, dass du MS hast. Gerade Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Kribbeln können zahlreiche Ursachen haben.

Deshalb ist Googeln an dieser Stelle selten die beste Idee. Wenn etwas neu, ungewöhnlich oder anhaltend ist, lass es medizinisch einordnen.


Warum betrifft MS besonders viele Frauen?

MS beginnt häufig im jungen Erwachsenenalter. Nach Angaben der DMSG treten bei ungefähr zwei Dritteln der Erkrankten die ersten Symptome zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Angaben zum genauen Verhältnis unterscheiden sich je nach Datengrundlage, die DMSG beschreibt jedoch eindeutig eine höhere Erkrankungshäufigkeit bei Frauen. 

Warum ein Mensch MS entwickelt und ein anderer nicht, lässt sich bislang nicht mit einer einzelnen Ursache erklären. Nach heutigem Wissen entsteht die Erkrankung durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Genetische Veranlagung und Umweltfaktoren werden ebenso untersucht wie Infektionen. Besonders gut belegt ist ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine EBV-Infektion automatisch zu MS führt. 


Wie wird MS diagnostiziert?

Einen einzelnen Bluttest, der dir eindeutig sagt „Du hast MS“, gibt es nicht.

Stattdessen setzt sich die Diagnose aus verschiedenen Informationen und Untersuchungen zusammen. Dazu gehören die Krankengeschichte und neurologische Untersuchung sowie insbesondere die Magnetresonanztomografie von Gehirn und gegebenenfalls Rückenmark. Je nach Situation können weitere Untersuchungen hinzukommen, beispielsweise eine Analyse des Nervenwassers durch eine Lumbalpunktion oder Untersuchungen sogenannter evozierter Potenziale. Gleichzeitig müssen andere mögliche Ursachen der Beschwerden berücksichtigt werden. 

Die aktuellen diagnostischen Kriterien wurden zuletzt überarbeitet. Die deutsche DGN-Living-Guideline von 2026 berücksichtigt bereits die 2025 veröffentlichten revidierten McDonald-Kriterien. 

DEIN TIPP FÜR DEN ARZTTERMIN
Wenn du wegen neurologischer Beschwerden einen Termin hast, notiere dir vorher, wann die Symptome begonnen haben, wie lange sie anhalten, welche Körperregion betroffen ist und ob sie schon einmal aufgetreten sind. So musst du dich im Gespräch nicht auf dein Gedächtnis verlassen.


Was bedeutet eine MS-Diagnose heute?

Eine Diagnose kann verständlicherweise Angst machen. Gerade weil sich MS so unterschiedlich entwickeln kann, solltest du jedoch nicht versuchen, aus der Geschichte einer anderen Betroffenen deine eigene Zukunft abzulesen.

MS ist derzeit nicht heilbar. Es stehen aber verschiedene verlaufsmodifizierende Therapien zur Verfügung, mit denen die Krankheitsaktivität beeinflusst werden kann. Darüber hinaus können einzelne Symptome gezielt behandelt werden. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von Krankheitsaktivität, Verlauf und der individuellen Situation der Patientin ab. 

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Information, die du aus diesem Artikel mitnehmen solltest: MS hat viele Gesichter. Eine Diagnose allein erzählt noch nicht, wie dein persönliches Leben mit der Erkrankung aussehen wird.

Wenn du gerade auf Untersuchungen wartest oder eine Diagnose bekommen hast, schreib dir deine Fragen auf und nimm sie mit zum nächsten Gespräch in der Neurologie. Du musst nicht an einem einzigen Termin alles verstehen und entscheiden.


Quellen

Die wichtigsten medizinischen Grundlagen dieses Artikels stammen aus der S2k-Living-Guideline „Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und MOG-IgG-assoziierten Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Version 2026, sowie den aktuellen Fachinformationen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. 

DGN Living Guideline Multiple Sklerose 2026
DMSG: Was ist Multiple Sklerose?
DMSG: Symptome der Multiplen Sklerose
DMSG: MS verstehen und Diagnostik


Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Rente mit 34 und kaum Kraft für den Alltag: Vanessas Leben mit Fatigue

Auf den ersten Blick sieht man Vanessa (34) ihre Erschöpfung nicht an. Sie lacht, trifft Freunde, hält den Alltag mit zwei Kindern am Laufen. Doch selbst Dinge, über die andere kaum nachdenken, können ihre Kraft aufzehren. Ein Supermarkteinkauf wird schnell zur Belastungsprobe. Ein Gespräch kostet Stunden der Stille. Und Schlaf gibt keine Kraft mehr zurück.

Es ist der Februar 2025, als der linke Arm plötzlich taub wird. Kein Gefühl mehr in den Fingern, die Kraft schwindet sekundenschnell. Es ist ein Notfall, Verdacht auf Schlaganfall, direkte Einweisung ins Krankenhaus. Zu Hause warten zwei kleine Kinder und ihr besorgter Ehemann. Vanessa war bis zu diesem Tag nie ernsthaft krank gewesen. Vier Tage lang schwankt sie zwischen Ungewissheit und Angst, bis die Untersuchung des Nervenwassers Klarheit bringt. Die Diagnose lautet Multiple Sklerose.

Was für viele wie ein Urteil klingt, bedeutet für die Bielefelderin vor allem eines, Erleichterung. Endlich hat ihr Zustand einen Namen. Vanessa ist überzeugt, dass ihr Körper nach all den Jahren des Funktionierens einfach nicht mehr konnte.

Vanessa sieht gesund aus. Genau das macht ihre Erkrankung für andere oft schwer verständlich. Fatigue ist unsichtbar und trotzdem real. (Bild: Vanessa/privat)

INFOBAR: WAS IST MULTIPLE SKLEROSE (MS)?
MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das eigene Immunsystem greift dabei fälschlicherweise Strukturen im Bereich der Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark an. Durch diese Entzündungen können Nervensignale nur noch beeinträchtigt weitergeleitet werden. MS verläuft von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und ist bislang zwar nicht heilbar, lässt sich heute aber medikamentös gut behandeln.

Funktionieren statt Leben

Schon früh lernt Vanessa, was es heißt, stark sein zu müssen. Prägende Erfahrungen, Zukunftsängste und schwere Phasen ziehen sich unbewusst durch ihre Familiengeschichte – Verhaltensmuster und Wunden, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Für das junge Mädchen bedeutet das vor allem eines – Verantwortung übernehmen, wo eigentlich Leichtigkeit sein sollte. Sie will niemandem zur Last fallen, fügt sich, blendet eigene Bedürfnisse aus und erfährt in der Schule schmerzhaft, wie tief Mobbing verletzen kann.

Dieses Muster des ständigen Durchhaltens nimmt sie mit ins Erwachsenenleben. Nach ihrer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau baut sie sich Schritt für Schritt eine eigene Existenz auf. Sie heiratet, bekommt zwei Kinder und arbeitet später als Haushaltshilfe. Die Auftragsbücher sind voll, der Tag durchgetaktet. Ein Leben im ständigen Dauerlauf.

Dass ihre Kraftreserven schon seit Jahren schleichend aufgebraucht waren, hat sie lange ausgeblendet. Sie war darauf programmiert, durchzuhalten.


Das unsichtbare Monster

Was nach der Diagnose folgt, ist nicht nur die körperliche Ungewissheit der MS, sondern einer ihrer belastendsten Begleiter, die sogenannte Fatigue. Ein Zustand, den gesunde Menschen kaum begreifen können.

„Fatigue ist nicht einfach ein bisschen Müdigkeit nach einem langen Tag, nach der man sich einmal ausschläft“, stellt Vanessa klar. „Es ist eine tiefgreifende, krankhafte Erschöpfung. Manchmal fühlt es sich an, als würde mein Körper von einer Sekunde auf die andere den Notbetrieb einschalten. Mein Akku ist dann nicht bei 20 Prozent – es fühlt sich an, als wären von jetzt auf gleich nur noch wenige Prozent übrig. Und das manchmal, obwohl ich gerade erst aufgestanden bin.“

Das Grausame an dieser Krankheit ist ihre Unsichtbarkeit. Von außen sieht Vanessa wie eine normale, junge Mutter aus. Sie lacht, geht einkaufen, nimmt am Leben teil. Niemand sieht, dass ihr Körper und ihr Kopf im Hintergrund gleichzeitig darum kämpfen, überhaupt Energie aufzubringen. Ganz alltägliche Fragen werden zu riesigen Hürden. Schaffe ich heute den Haushalt? Habe ich danach noch genug Energie für die Kinder? Manchmal lautet die Antwort schlicht: Nein. Dann muss Vanessa Verabredungen absagen, Ausflüge streichen und schöne Momente opfern. Einfach, weil ihr die Kraft dafür fehlt.

„Das tut weh. Denn Fatigue nimmt einem nicht nur Energie. Sie kann einem auch ein Stück Spontanität und Freiheit nehmen.“

Auch geistig macht sich die Erschöpfung bemerkbar. Die Konzentration bricht ein, Gedanken werden langsam, einfache Denkprozesse fühlen sich an wie Schwerstarbeit. Und mit der Müdigkeit kommt das schlechte Gewissen. Vanessa fühlt sich schuldig, weil sie Dinge nicht mehr schafft. Die ständige Frage, warum andere ihren Alltag mühelos bewältigen, während man selbst an kleinsten Aufgaben scheitert, wird zu einer lähmenden Belastung.


INFOBAR: WAS IST FATIGUE?
Fatigue beschreibt eine ausgeprägte körperliche oder geistige Erschöpfung, die bei verschiedenen chronischen Erkrankungen auftreten kann. Sie steht nicht unbedingt im Verhältnis zu einer vorherigen Anstrengung und lässt sich nicht einfach durch Schlaf beheben. Bei MS gehört Fatigue zu den häufigen und für Betroffene teilweise stark einschränkenden Symptomen.

Rente mit 34

Für Vanessa beginnt nun die schwerste Lektion. Sie muss lernen, Hilfe anzunehmen. Während ihrer Reha beantragt sie finanzielle und praktische Unterstützung – von der Erwerbsminderungsrente bis zum Pflegegrad. Schritte, die ihr schwerfallen, weil sie bis dahin gewohnt war, alles aus eigener Kraft zu tragen.

„Für viele Menschen ist der Gedanke an einen Schwerbehindertenausweis schwierig. Auch für mich war er das. Aber eine Behinderung wird nicht dadurch weniger real, dass man keinen Ausweis besitzt. Er gibt mir nicht meine Identität, sondern hilft mir, Nachteilsausgleiche zu bekommen, die mir zustehen.“

Acht Monate Ungewissheit, Bürokratie und Warten auf eine Antwort, die über ihre Zukunft entscheidet. Dann liegt der Bescheid im Briefkasten – schwarz auf weiß. Volle Erwerbsminderungsrente. Drei Jahre lang ist Vanessa mit 34 offiziell Rentnerin, danach wird ihr medizinischer Zustand neu geprüft. Ein Stempel, der sich absurd anfühlt, aber von einer Sekunde auf die andere den enormen Druck nimmt.

„Das sind ganz krasse, gemischte Gefühle, die ich gerade habe“, sagt sie. „Aber für mich ist es auch sehr befreiend. Das Finanzielle spielt heutzutage eine riesige Rolle. Jetzt zu wissen, wie es weitergeht – mir fällt gerade einfach alles von den Schultern.“

Mit einer beeindruckenden Klarheit definiert Vanessa Stärke heute neu.

„Eine Haushaltshilfe nimmt mir nicht meine Selbstbestimmung. Sie gibt mir die Energie zurück, die ich brauche, um für Noah und Kiara da zu sein. Ich muss lernen, meine Tage nicht mehr nach 24 Stunden zu planen, sondern nach der Energie, die mir an diesem Tag tatsächlich zur Verfügung steht.“

Wenn der Akku plötzlich leer ist. Fatigue kann Vanessa innerhalb kurzer Zeit die Kraft nehmen, selbst wenn der Tag gerade erst begonnen hat. Schlaf allein bringt diese Energie nicht zurück. (Bild: Vanessa/privat)

„Glaubt mir einfach!“

Doch die größten Hürden warten oft nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in den Köpfen anderer Menschen. Vorurteile, Unverständnis und Ratschläge wie „Du bist doch gerade erst aufgestanden!“ oder „Aber gestern ging es dir doch gut!“ verletzen tief.

„Ich wünsche mir von meiner Umwelt vor allem eines: Glaubt mir!“, betont Vanessa eindringlich. „Wenn ich sage, dass ich etwas nicht schaffe, möchte ich mich nicht rechtfertigen oder beweisen müssen, warum. Ein guter Tag bedeutet nicht, dass ich gesund bin. Ein schlechter Tag bedeutet nicht, dass ich aufgegeben habe. Und wenn ich etwas nicht schaffe, heißt das nicht, dass es mir nicht wichtig ist. Es bedeutet einfach nur, dass mein Körper seine Grenze erreicht hat.“

Vanessa plädiert für eine Gesellschaft, die Anpassung nicht als Schwäche interpretiert. Für flexible Arbeitsmodelle, echtes Verständnis und dafür, dass Barrierefreiheit auch für unsichtbare Krankheiten gilt.

„Ich möchte nicht, dass meine Erkrankung meine gesamte Identität wird. Ich bin nicht nur meine Fatigue. Ich habe Wünsche, Träume, Interessen und Ziele. Ich möchte als der Mensch gesehen werden, der ich bin – und nicht nur als jemand, der krank ist. Wir wollen schließlich nicht weniger vom Leben. Wir brauchen manchmal nur eine andere Art, daran teilzunehmen.“

INFOBAR: HILFE UND ANLAUFSTELLEN BEI MS UND FATIGUE

Wer selbst betroffen ist oder einen Verdacht hat, findet erste Anlaufstellen bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), die bundesweit berät und lokale Selbsthilfegruppen vermittelt. Auch Neurologinnen und Neurologen sowie MS-Ambulanzen an größeren Kliniken sind für Diagnose und Behandlung die richtigen Ansprechpartner.

Bei starker, anhaltender Erschöpfung lohnt sich in jedem Fall ein Arztbesuch, denn Fatigue kann viele Ursachen haben und ist keine Diagnose, die man sich selbst stellen sollte.

Wer eine Einschränkung im Alltag durch eine chronische Erkrankung erlebt, kann sich bei der zuständigen Krankenkasse oder dem Versorgungsamt über Pflegegrad, Schwerbehindertenausweis und mögliche Nachteilsausgleiche informieren. Sozialverbände wie der VdK oder die Deutsche Rentenversicherung beraten zudem zu Anträgen wie der Erwerbsminderungsrente.

Herbstblues, NEIN danke! So kommst du fit und gut gelaunt durch die dunkle Jahreszeit

Kaum wird es Herbst, schleicht sie sich ein. Eine lähmende Müdigkeit, gedrückte Stimmung und dieser plötzliche, unbändige Heißhunger auf Pasta, Brot und Schokolade. Morgens fehlt das Licht, nachmittags könnte man schon wieder schlafen und abends lockt das Sofa mehr als jede Verabredung.

Kommt dir das bekannt vor? Dahinter kann der sogenannte Herbstblues stecken. Mit den kürzer werdenden Tagen fehlt unserem Körper ein wichtiger Taktgeber, das Tageslicht. Das kann unseren Schlaf Wach Rhythmus beeinflussen und Prozesse verändern, an denen unter anderem Serotonin und Melatonin beteiligt sind.

Doch zum Glück müssen wir uns nicht damit abfinden, uns bis zum Frühling nur noch durch die Tage zu schleppen. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um wieder mehr Energie und bessere Laune in den Alltag zu bringen.


Was steckt hinter dem Herbstblues?

Unser Körper orientiert sich nicht an der Uhr an der Wand, sondern auch am Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Licht, das über die Augen aufgenommen wird, liefert dem Gehirn wichtige Informationen darüber, wann Tag und wann Nacht ist.

Werden die Tage im Herbst kürzer, kann sich diese Umstellung auf Schlaf, Wachheit und Stimmung auswirken. Dabei spielen unter anderem unsere innere Uhr sowie Melatonin und das serotonerge System eine Rolle.

Das erklärt auch, warum sich der Herbstblues nicht nur als schlechte Laune bemerkbar machen kann. Manche Menschen schlafen plötzlich länger, sind trotzdem müde, ziehen sich häufiger zurück oder entwickeln einen auffälligen Appetit auf kohlenhydratreiche Lebensmittel.

Bin ich schon in der Perimenopause? Diese Veränderungen können Jahre vor der letzten Periode beginnen

Kaltes Wasser, Summen, Atemübungen: Kannst du deinen Vagusnerv gegen Stress aktivieren?

Ungeschminkt geschminkt: So funktioniert der No-Make-up-Look wirklich

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Warum haben wir plötzlich Lust auf Pasta und Schokolade?

Der Griff zu Brot, Nudeln oder Süßigkeiten ist tatsächlich ein bekanntes Phänomen bei saisonalen Stimmungstiefs. Auch bei einer saisonal abhängigen Depression können verstärkter Appetit und ein ausgeprägtes Verlangen nach Kohlenhydraten auftreten.

Warum das so ist, lässt sich allerdings nicht auf einen einzigen Botenstoff reduzieren. Die oft erzählte Erklärung, der Körper versuche mit Schokolade oder Pasta einfach seinen Serotoninspiegel anzuheben, greift zu kurz. Schlaf, Stimmung, Appetit und unser Belohnungssystem beeinflussen sich gegenseitig.

Die Lust auf Kohlenhydrate ist also nicht einfach mangelnde Disziplin. Verbieten musst du dir Pasta und Schokolade deshalb trotzdem nicht. Regelmäßige, sättigende Mahlzeiten helfen dabei, nicht völlig ausgehungert vor der Süßigkeitenschublade zu landen.


Warum sich ein Spaziergang auch bei grauem Himmel lohnt

Draußen ist alles grau und du fragst dich, was ein Spaziergang bei diesem Wetter überhaupt bringen soll?

Mehr als man denkt. Auch an bewölkten und kalten Tagen kann das Licht draußen für unsere innere Uhr wertvoll sein. Deshalb lohnt es sich, möglichst jeden Tag während der hellen Stunden vor die Tür zu gehen.

Besonders praktisch ist es, Tageslicht mit etwas zu verbinden, das ohnehin ansteht. Den ersten Kaffee auf dem Balkon trinken, einen Teil des Arbeitswegs zu Fuß gehen, in der Mittagspause eine Runde um den Block laufen oder den Einkauf mit einem Spaziergang verbinden.

Es muss nicht immer die große Joggingrunde sein. Entscheidend ist zunächst, überhaupt rauszukommen.

Schon gewusst?
Deine innere Uhr braucht keine Sonnenstrahlen. Auch das diffuse Tageslicht eines grauen Herbsttages liefert dem Körper ein deutlich stärkeres Lichtsignal als die übliche Beleuchtung in Innenräumen. Du musst also nicht auf den nächsten sonnigen Tag warten, damit dein Spaziergang auch für deinen Tag Nacht Rhythmus sinnvoll ist.


Tageslichtlampe richtig benutzen

Wenn du morgens im Dunkeln aufstehst und tagsüber kaum nach draußen kommst, kann eine Tageslichtlampe interessant sein. Bei der Lichttherapie werden häufig Lampen mit einer Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux eingesetzt.

Typischerweise wird das Licht morgens innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen für ungefähr 20 bis 30 Minuten genutzt. Du musst dabei nicht direkt in die Lampe schauen. Die Augen bleiben geöffnet und du kannst währenddessen beispielsweise frühstücken oder lesen.

Wichtig ist der richtige Abstand zur Lampe, denn nur in einer bestimmten Entfernung werden tatsächlich die angegebenen 10.000 Lux erreicht. Deshalb solltest du dich an die Herstellerangaben deines Gerätes halten.

Achte außerdem darauf, dass die Lampe für Lichttherapie geeignet ist und UV Licht möglichst vollständig herausfiltert.

Bei bestimmten Augenerkrankungen, lichtempfindlicher Haut, Medikamenten, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen, oder einer bipolaren Erkrankung sollte eine Lichttherapie vorher ärztlich abgeklärt werden.


Kontakte nicht komplett einschlafen lassen

Der Wunsch, sich im Herbst zurückzuziehen, ist nachvollziehbar. Problematisch wird es, wenn aus einem gemütlichen Abend plötzlich fünf werden und man kaum noch jemanden sieht.

Gerade wenn die Stimmung ohnehin gedrückt ist, kann es guttun, soziale Kontakte und gewohnte Aktivitäten nicht vollständig aufzugeben.

Dabei muss es nicht die große Party sein. Ein gemeinsames Frühstück, ein Spaziergang mit einer Freundin, ein Telefonat oder ein gemütlicher Abend zu zweit zählen genauso.


Und was ist mit Sauna, kalten Duschen und Kurkuma?

Im Herbst tauchen jedes Jahr zahlreiche vermeintliche Geheimtipps auf.

Ein Saunagang kann wunderbar entspannen und zu einem persönlichen Wohlfühlritual werden. Eine kurze kühle Dusche kann sich erfrischend und aktivierend anfühlen. Und gegen einen heißen Ingwertee mit Zitrone oder ein Kurkumagetränk spricht für die meisten Menschen grundsätzlich nichts.

Man sollte daraus nur keine Therapie gegen den Herbstblues machen.

Für Tageslicht, regelmäßige Bewegung, einen stabilen Schlafrhythmus und soziale Aktivität gibt es wesentlich bessere Gründe, sie bewusst in den Herbstalltag einzubauen.

Vielleicht ist genau das die angenehmste Nachricht. Du brauchst weder einen komplizierten Morgenhack noch ein besonderes Superfood, um deinem Körper durch die dunkle Jahreszeit zu helfen.


Herbstblues oder saisonale Depression?

Nicht jedes Stimmungstief im Oktober oder November ist eine Depression. Entscheidend ist vor allem, wie stark die Veränderungen sind und wie sehr sie dein Leben beeinträchtigen.

Ein leichter Herbstblues kann bedeuten, dass du weniger Energie hast, morgens schwerer aus dem Bett kommst oder häufiger das Bedürfnis nach Rückzug verspürst, deinen Alltag aber weiterhin bewältigen kannst.

Anders sieht es aus, wenn eine gedrückte Stimmung oder der Verlust von Freude über längere Zeit bestehen bleiben, du dich stark zurückziehst, ungewöhnlich viel schläfst oder dein Alltag, deine Arbeit und deine Beziehungen deutlich darunter leiden.

Eine saisonal abhängige Depression ist eine Form der Depression und keine besonders ausgeprägte Variante schlechter Herbstlaune. Bei deutlichen oder anhaltenden Beschwerden solltest du deshalb ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe suchen.

Schon gewusst?
Mehr schlafen bedeutet nicht automatisch, erholter zu sein. Gerade in der dunklen Jahreszeit kann das Schlafbedürfnis steigen und trotzdem fühlst du dich tagsüber müde und energielos. Versuche deshalb, auch am Wochenende ungefähr zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, statt regelmäßig deutlich länger zu schlafen. Ein möglichst gleichmäßiger Schlafrhythmus hilft deiner inneren Uhr, im Takt zu bleiben.


Dein 7 Tage Anti Herbstblues Plan

Tag 1: Geh morgens für 20 bis 30 Minuten nach draußen und beobachte, ob du dich danach wacher fühlst.

Tag 2: Verlege deine Mittagspause nach draußen, auch wenn der Himmel grau ist.

Tag 3: Verabrede dich bewusst mit einem Menschen, der dir guttut. Ein Kaffee, Spaziergang oder langer Anruf reicht.

Tag 4: Mach deinen Morgen heller. Öffne direkt Vorhänge und Rollläden oder integriere deine Tageslichtlampe in die Morgenroutine.

Tag 5: Koch dir etwas, das satt macht und auf das du wirklich Lust hast. Der Herbst ist nicht die Zeit, in der jede Portion Pasta zum schlechten Gewissen werden muss.

Tag 6: Plane einen echten Wohlfühlmoment. Sauna, heißes Bad, Kino, Lieblingsserie oder ein Abend mit Freunden. Hauptsache, du freust dich schon vorher darauf.

Tag 7: Schau zurück. Was hat dir tatsächlich gutgetan? Daraus entsteht deine persönliche Herbstroutine und nicht aus zehn Regeln, die nach drei Tagen wieder vergessen sind.


Sei lieb zu dir selbst

Bei allen Tipps darf eines nicht verloren gehen. Es ist völlig in Ordnung, im Herbst einen Gang herunterzuschalten.

Gönn dir Pausen ohne schlechtes Gewissen, genieße die Portion Pasta, wenn dir danach ist, schnapp dir deinen Hund, kuschele dich mit deinem Partner aufs Sofa oder telefoniere stundenlang mit deiner besten Freundin.

Du musst dich nicht perfekt durch die dunkle Jahreszeit optimieren. Vielleicht besteht der beste Herbstplan manchmal einfach darin, herauszufinden, was einem wirklich guttut und sich davon ein bisschen mehr zu erlauben.


Trauer verarbeiten: Psychologin Dr. Doris Wolf erklärt, was nach dem Verlust wirklich hilft

Ein geliebter Mensch stirbt, und plötzlich scheint die Welt stillzustehen. Während für das Umfeld der Alltag oft schon nach wenigen Tagen weitergeht, bleibt für die Hinterbliebenen nichts mehr, wie es war. Manche weinen ununterbrochen, andere funktionieren scheinbar ganz normal. Wieder andere spüren zunächst kaum etwas.
Doch ist all das normal? Muss man den Schmerz zulassen, um einen Verlust verarbeiten zu können?
Und woran lässt sich erkennen, dass professionelle Hilfe notwendig wird?

Dr. Doris Wolf ist Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeutin und Autorin zahlreicher Bestseller-Ratgeber. Darin begleitet sie Menschen durch schwierige Phasen ihres Lebens. Im Interview erklärt sie, weshalb jeder Mensch anders trauert, was in dieser Zeit wirklich helfen kann und warum die Rückkehr ins Leben keinen Verrat am verstorbenen Menschen bedeutet.


Gibt es wirklich feste Phasen der Trauer?

Healthy Lady: In Ihrem Buch beschreiben Sie vier Phasen der Trauer. Gleichzeitig betonen Sie, dass jeder Mensch seinen Verlust anders erlebt. Müssen Trauernde diese Phasen tatsächlich durchlaufen, oder können sie sich überschneiden, wiederholen oder auch ganz anders zeigen?

Dr. Doris Wolf: Es gibt nicht die eine richtige Trauer. Wie sie verläuft, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab, wie z.B. den Umständen des Todes, der Dauer und Intensität der Beziehung zum Verstorbenen, den finanziellen Bedingungen, ob kleine Kinder vorhanden sind, den bisherigen Erfahrungen mit Trauer, der generellen Einstellung zu Leben und Tod und dem Selbstwertgefühl der Trauernden. Die 4 Phasen sind also eine Art Modell, das sehr hilfreich sein kann.

Trauernde können dadurch besser verstehen, dass Trauer nichts ist, was in vier Wochen vorbei sein kann. Sie können besser verstehen, dass sie von den unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Zuständen begleitet wird. Die Phasen sind nicht unbedingt klar getrennt, sie laufen in Wellen, aber die Richtung ist vorgegeben. Man kann jedoch auch in einer Phase steckenbleiben.


Die ersten Wochen: Wie unterschiedlich Trauer aussieht

Healthy Lady: Nach einem Verlust möchten manche Menschen so schnell wie möglich wieder funktionieren und in ihren Alltag zurückkehren. Andere ziehen sich vollständig zurück und wollen niemanden sehen. Was davon ist normal, und wie unterschiedlich kann Trauer gerade in den ersten Wochen und Monaten aussehen?

Dr. Doris Wolf: Viele Betroffene haben Angst, in einem Strudel der Trauer zu ertrinken. Deshalb stürzen sie sich in Aktivitäten, verplanen die Tage, so gut es geht. Manche versuchen, den Abstand über einen Urlaub oder eine Auszeit zu gewinnen. Andere verkaufen sofort ihr Haus und ziehen um. Wiederum andere stürzen sich in ein Suchtverhalten, trinken exzessiv oder betäuben sich mit Beruhigungsmitteln. Das mag am Anfang hilfreich sein, doch auf Dauer kann man damit die Trauer nicht umgehen.

Andere Trauernde lassen sich ganz in der Trauer versinken. Für sie gibt es kein „normales Leben" mehr. Es kann sogar so weit gehen, dass sie die Hygiene und die Ernährung vernachlässigen. Sie brechen den Kontakt zu Freunden ab, denn ihrer Ansicht nach kann ihnen niemand helfen.


Macht es einen Unterschied, wen man verliert?

Healthy Lady: Macht es psychologisch einen Unterschied, ob jemand ein Elternteil, den Partner oder das eigene Kind verliert? Oder hängt die Intensität der Trauer weniger von der familiären Rolle als von der Beziehung zum verstorbenen Menschen ab?

Dr. Doris Wolf: Die Trauer hängt weniger von der Stellung in der Familie ab als von der Einstellung zum Verstorbenen und welche Bedeutung er im Leben des Trauernden gespielt hat.


Wie lange darf Trauer dauern?

Healthy Lady: Viele Trauernde fragen sich irgendwann, wie lange ihr Schmerz noch dauern darf. Gibt es überhaupt einen Zeitpunkt, an dem Trauer vorbei sein sollte, oder kann sie auch Jahre später plötzlich wieder mit großer Kraft zurückkehren?

Dr. Doris Wolf: Zunächst müssen wir uns fragen, was es bedeutet, dass Trauer vorbei sein soll. Sie verändert sich, aber kann bis ans Lebensende in manchen Situationen wieder aufploppen. Ich beschreibe es immer so:

„Am Anfang ist sie wie ein schwerer Sturm mit dunklen schweren Wolken, der nicht enden will. Im Verlauf der Zeit verwandelt sie sich in kurze leichte Schauer, nach denen die Sonne ganz schnell wieder auftaucht."

Wenn ein neuer Trauerfall eintritt oder man plötzlich eine schwere Erkrankung bekommt und alleine lebt, kann sie auch wieder verstärkt auftauchen.


Schmerz zulassen oder auch Freude erlauben?

Healthy Lady: Trauernde hören häufig, sie müssten ihren Schmerz zulassen. Ist das aus psychologischer Sicht tatsächlich der beste Weg, oder sind Ablenkung, Lachen und schöne Momente ebenso wichtig?

Dr. Doris Wolf: Ich schlage immer zwei Wege vor: Eine Aufgabe ist es, das Trauern zuzulassen und auszudrücken. Die andere besteht darin, sich an ein „Leben danach" heranzutasten und es aufzubauen. Wir müssen beide Wege gehen.

Healthy Lady: Warum fühlen sich manche Menschen schuldig, sobald sie wieder Freude empfinden?

Dr. Doris Wolf: Wir alle haben ein Modell von Trauern im Kopf, was man darf und was nicht. Sich wieder zu freuen oder gar zu verlieben, wird oft mit der Vorstellung verknüpft, dass man den verstorbenen Menschen nicht genügend geliebt hat oder sich ihm gegenüber illoyal verhält.


Was Trauer mit dem Körper macht

Healthy Lady: Trauer spielt sich nicht nur in der Seele ab. Betroffene leiden häufig auch unter körperlichen Symptomen. Was geschieht während der Trauer in unserem Körper?

Dr. Doris Wolf: Der Verlust eines Menschen gehört zu den Situationen, die den meisten Stress auslösen können. Körper und Seele sind nicht getrennt. Der Körper ist nach einem Todesfall in einem chronischen Alarmzustand. Es kommt zu Herz-/Kreislauf- oder Magen/Darmproblemen, Schlafstörungen, Essstörungen, Schmerzen, Muskelverspannungen, Atemproblemen, Konzentrationsproblemen, usw.


Trauer oder Depression?

Healthy Lady: Trauer und Depression können sich zunächst sehr ähnlich anfühlen. Welche Anzeichen sprechen dafür, dass es sich nicht mehr allein um eine normale Trauerreaktion handelt? Wann sollte man sich professionelle Unterstützung suchen?

Dr. Doris Wolf: Professionelle Hilfe sollte man sich suchen, wenn man seine Selbstfürsorge, Hygiene, Ernährung, etc. dauerhaft vernachlässigt. Weitere Signale, bei denen man handeln sollte, sind: Suizidgedanken und konkrete Gedanken an die Ausführung. Betroffene sind über mehr als sechs Monate hinaus nicht mehr in der Lage, ihr normales Alltagsleben zu führen. Die Trauer verändert sich nicht über die Zeit. Die Gedanken der Betroffenen kreisen nur um die verstorbene Person, sie fühlen sich erstarrt oder voller Schmerz, plagen sich mit Schuldgefühlen und empfinden ein Gefühl der Sinnlosigkeit.


Was konkret hilft

Healthy Lady: Welche psychologischen Strategien helfen dabei, einen schweren Verlust zu verarbeiten? Gibt es kleine Schritte, die Sie Trauernden für besonders schwierige Tage empfehlen?

Dr. Doris Wolf: Auch da gibt es wieder keine Standardtipps. Auf besonders schwierige Tage sollte man sich vorbereiten – beispielsweise eine Freundin einladen oder besuchen. Man kann einen Spaziergang machen, wenn Bewegung guttut. Wenn man im Internet zurechtkommt, kann man sich auch in einem Trauer-Forum mit anderen Betroffenen austauschen.

Wichtig ist also die Frage: „Was kann ich an diesem Tag tun, um mir diesen Tag zu erleichtern?"

Schon früh beschäftigte sich Doris Wolf mit der Rolle des Lesens in der Psychotherapie. 1988 promovierte sie in Heidelberg über Bibliotherapie (Bild: Dr. Doris Wolf/privat)

MEHR ZUM THEMA
Trauerbewältigung – mit der Trauer leben lernen

Wie der Weg durch die verschiedenen Phasen des Abschieds verläuft und wie Betroffene wieder ein inneres Gleichgewicht finden, erklärt Dr. Doris Wolf in ihrem Fachbeitrag auf der Website des PAL Verlags.

→ Zum Fachbeitrag


Was das Umfeld tun kann

Healthy Lady: Auch Familie und Freunde fühlen sich häufig hilflos, weil sie nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Was hilft einem trauernden Menschen wirklich? Welche gut gemeinten Sätze können dagegen zusätzlich verletzen?

Dr. Doris Wolf: Verletzen können Sätze wie „Du bist ja noch so jung und kannst einen anderen Menschen finden", „Du solltest jetzt so langsam darüber hinweg sein", „Sei nicht traurig, er wurde erlöst", „Ihr hattet doch viele Jahre ein schönes Leben" oder „Anderen geht es doch auch so. Da muss man halt durch."

Hilfreich ist für viele Trauernde, wenn man sie immer wieder anruft, Hilfe bei der Bürokratie oder alltäglichen Dingen wie Einkaufen anbietet und einfach nur zuhört. Ein Angebot wie „Du kannst anrufen, wenn es dir schlecht geht" wird oft nicht angenommen, weil die Kräfte fehlen.


Warum wir das Thema meiden

Healthy Lady: Obwohl jeder Mensch früher oder später mit Tod und Verlust konfrontiert wird, sprechen wir im Alltag kaum darüber. Warum verdrängen wir das Thema so stark? Kann man schon vor einem konkreten Verlust lernen, besser mit Tod und Trauer umzugehen?

Dr. Doris Wolf: Der Tod wird mit Hilf- und Kontrolllosigkeit verknüpft. Wir tun uns schwer, uns einzugestehen, dass unser Leben endlich ist. Da wir jedoch keine Wahl haben und jeden von uns der Tod ereilt, ist es hilfreich, wenn wir uns bei Lebzeiten damit beschäftigen. Dazu gehört z.B. auch, eine Patientenverfügung zu verfassen und uns zu überlegen, wie wir bestattet werden wollen.


Loslassen, ohne zu vergessen

Healthy Lady: In Ihrem Buch geht es immer wieder um das Annehmen und Loslassen. Was bedeutet Loslassen nach dem Tod eines geliebten Menschen eigentlich? Geht es darum, wirklich Abschied zu nehmen, oder darum, eine neue innere Verbindung zum Verstorbenen zu finden?

Dr. Doris Wolf: Loslassen bedeutet nicht, den Verstorbenen zu vergessen. Zum einen geht dies gar nicht, zum anderen wäre es schade, denn er ist Teil unserer Erfahrungen. Loslassen bedeutet, dass unsere Gedanken wieder auf die Gegenwart und Zukunft konzentriert sind und wir uns ein Leben „danach" aufbauen. Es bedeutet, Hadern mit dem Schicksal und Wut aufzugeben. Es bedeutet, uns neue Aufgaben zu erschließen und neue Freunde zu finden. Es bedeutet, Frieden damit zu schließen, dass unser Leben eine Wendung genommen hat.


Zum Weiterlesen:
In ihrem Ratgeber „Einen geliebten Menschen verlieren“
begleitet Dr. Doris Wolf Menschen durch die verschiedenen
Phasen der Trauer und zeigt, wie ein Leben nach dem Verlust
langsam wieder möglich werden kann.

Dr. Doris Wolf, „Einen geliebten Menschen verlieren“,
PAL Verlag, 232 Seiten


Der eine Gedanke zum Schluss

Healthy Lady: Wenn Sie einem Menschen, der gerade jemanden verloren hat, nur einen einzigen Gedanken mit auf den Weg geben dürften, welcher wäre das?

Dr. Doris Wolf:

„Deine Trauer wird sich verändern, sie wird nicht ewig so schmerzhaft sein, auch wenn der verlorene Mensch nicht zurückkommen wird."


Redaktioneller Hinweis: Falls du gerade selbst mit einem Verlust kämpfst oder dich Suizidgedanken belasten, bleib damit nicht allein. Die TelefonSeelsorge erreichst du kostenfrei und anonym rund um die Uhr unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123.