Liwia Tokoda

Leidenschaftliche Journalistin ✨ Chefredakteurin eines Frauenmagazins 📝 TV-Redakteurin bei Deutschlands Top-Sendern 📺 Überglückliche Mama ❤️

Dating ab 40. Wo du heute den richtigen Partner kennenlernst

Mit zwanzig hast du Dates gesammelt, doch mit vierzig sammelst du keine Kompromisse mehr. Du weißt, wer du bist, was du willst und was auf keinen Fall mehr in dein Leben passt. Spielchen, Ghosting oder Menschen, die ihre Absichten selbst nicht kennen, kosten dich heute höchstens ein Getränk und keinen Herzschmerz mehr.

Genau darin liegt der größte Vorteil beim Dating ab vierzig. Viele Frauen glauben, dass es in diesem Alter schwieriger wird, den richtigen Partner kennenzulernen. Tatsächlich verändert sich vor allem die Art des Datings. Du gehst bewusster auf andere Menschen zu und erkennst viel schneller, wer wirklich zu dir passt.

Während man sich mit zwanzig noch leicht von der rosaroten Brille blenden lässt, sieht man mit vierzig vieles klarer. Du erkennst Red Flags früher, kennst deine eigenen Werte und verschwendest deutlich weniger Zeit an Menschen, die nicht zu dir passen.

Doch wo lernt man heute überhaupt noch einen Partner kennen, wenn man nicht ständig auf Dating Apps unterwegs sein möchte? Healthy Lady zeigt dir, warum Dating ab vierzig sogar Vorteile hat und an welchen Orten die Chancen auf echte Begegnungen besonders groß sind.


Warum Dating mit 40 einfacher sein kann

Mit 40 stehst du meist ganz anders im Leben als noch mit Anfang 20. Du hast Erfahrungen gesammelt, beruflich deinen Weg gefunden und dir ein eigenes Leben aufgebaut. Genau das macht einen großen Unterschied. Du suchst keinen Menschen, der dich vervollständigt, sondern jemanden, der gut in dein Leben passt.

Auch dein Selbstbewusstsein ist gewachsen. Du kennst deine Stärken, aber auch deine Schwächen und musst niemandem mehr etwas beweisen. Statt dich zu fragen, ob du jemandem gefällst, fragst du dich heute viel eher, ob dieser Mensch überhaupt zu dir passt.

Hinzu kommt eine Gelassenheit, die vielen in jĂĽngeren Jahren noch fehlt. Du weiĂźt, dass eine glĂĽckliche Beziehung nicht von Perfektion lebt, sondern von Vertrauen, Respekt und gemeinsamen Werten. Genau deshalb gehen viele Frauen mit 40 deutlich entspannter und realistischer an das Thema Liebe heran.

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Vergiss Dating Apps nicht ganz, aber verlasse dich nicht nur darauf

Natürlich lernen sich auch heute viele Paare über Dating Apps kennen. Gleichzeitig berichten viele Singles über Frust. Ghosting, endloses Schreiben ohne Treffen und das Gefühl, ständig durch Menschen zu scrollen wie durch einen Online Shop, gehören für viele zum Alltag.

Deshalb lohnt es sich, Dating Apps nur als eine Möglichkeit zu sehen und den Fokus wieder stärker auf echte Begegnungen zu legen.

Mit 40 hast du oft ein erfülltes Leben. Freunde, Hobbys, Reisen, Beruf und Familie geben dir Halt. Eine Beziehung ist dann keine Notwendigkeit mehr, sondern eine Bereicherung. Genau diese Unabhängigkeit wirkt auf viele Menschen attraktiv.


Hier lernst du heute am ehesten jemanden kennen

Überraschend viele Beziehungen entstehen dort, wo Menschen regelmäßig Zeit miteinander verbringen. Sportkurse wie Tennis, Golf, Klettern oder Tanzkurse bringen Menschen mit ähnlichen Interessen zusammen.

Weinproben, Kochkurse oder Barista Workshops bieten eine lockere Atmosphäre, in der Gespräche ganz von selbst entstehen. Wandergruppen, Laufgruppen oder organisierte Reisen für Alleinreisende werden immer beliebter und sind längst keine Veranstaltungen nur für junge Menschen.

Auch Business Netzwerke, Vorträge oder After Work Events sind ideale Orte, um neue Kontakte zu knüpfen. Gerade mit 40 lernst du dort häufig Menschen kennen, die ähnliche Werte und Lebensziele haben.

Viele Städte haben inzwischen außerdem Facebook Gruppen oder WhatsApp Communities für gemeinsame Freizeitaktivitäten. Dort werden Wanderungen, Restaurantbesuche, Spieleabende oder Wochenendausflüge organisiert. Der Vorteil ist, dass niemand mit dem Druck hingeht, unbedingt einen Partner finden zu müssen. Man lernt sich zunächst ganz ungezwungen kennen.


Das solltest du beim Dating ab 40 anders machen

Beim Dating ab 40 ändert sich das Spiel und das ist deine größte Stärke. Du hast keine Zeit mehr für Unverbindlichkeit, aber dafür jede Menge Lebenserfahrung.

Hier sind weitere hilfreiche Tipps, wie du das Dating in dieser Lebensphase entspannt, selbstbewusst und erfolgreich gestaltest:

Lass die Checkliste im Schrank
Mit 20 hatte man vielleicht noch eine starre Liste im Kopf, die von der Körpergröße bis zum Musikgeschmack alles vorschrieb. Mit 40 blockiert diese Liste oft nur tolle Begegnungen. Konzentriere dich stattdessen auf Kernwerte. Passt der Lebensstil? Teilt ihr ähnliche Vorstellungen von Nähe und Freiraum? Stimmt der Respekt? Das Fundament ist heute wichtiger als die Fassade.

Sortiere rigoros, aber ohne Bitterkeit aus
Wenn dir beim ersten oder zweiten Date etwas auffällt, das für dich ein absolutes K.o.-Kriterium ist (eine sogenannte Red Flag), dann vertraue deinem Bauchgefühl. Du musst niemanden „umerziehen“ oder hoffen, dass sich jemand ändert. Kommuniziere höflich, dass es nicht passt, und zieh weiter. Das spart beiden Seiten Zeit und schont die Nerven.

Mach dein Liebesleben nicht vom Status des Ex-Partners abhängig
In diesem Alter bringen fast alle eine Vorgeschichte mit – Scheidungen, Kinder oder Altlasten gehören oft dazu. Das ist völlig normal. Wichtig ist nur, wie dein Gegenüber damit umgeht. Wird nur über den Ex-Partner gelästert? Dann ist die Trennung vielleicht noch nicht verarbeitet. Ein reifer Umgang mit der eigenen Vergangenheit ist ein riesiges Plus.

Bleibe flexibel bei den „Beziehungsmodellen“
Eine Partnerschaft ab 40 muss nicht zwingend bedeuten, sofort zusammenzuziehen oder ein klassisches Familienleben aufzubauen. Viele Paare in dieser Altersphase genießen das Modell Living Apart Together (zusammen sein, aber getrennt wohnen), um die eigene Unabhängigkeit und den aufgebauten Lebensraum zu schützen. Sei offen für das, was sich für euch beide gut anfühlt.

Date nicht aus Einsamkeit, sondern fĂĽr die Bereicherung
Der größte Fehler im Dating ab 40 ist es, einen Partner zu suchen, der eine Lücke füllen soll. Dein Leben sollte auch ohne Partner bereits ausgefüllt, spannend und glücklich sein. Ein neuer Mensch an deiner Seite ist das Sahnehäubchen, nicht der Kuchen selbst. Diese innere Unabhängigkeit macht dich extrem attraktiv und schützt vor schlechten Kompromissen.


Die Liebe kommt selten auf der Couch vorbei

Wer neue Menschen kennenlernen möchte, muss auch neue Wege gehen. Der Partner fürs Leben klingelt in den seltensten Fällen an der Haustür. Je mehr Erlebnisse du sammelst, desto größer wird automatisch die Chance, jemanden kennenzulernen. Und selbst wenn daraus keine Beziehung entsteht, gewinnst du neue Erfahrungen, Freundschaften und oft ein ganz neues Lebensgefühl.

Weniger Zucker, mehr Energie. Warum sich ein zuckerärmeres Leben wirklich lohnt

Mal ganz ehrlich, wie oft greifst du im Alltag ganz automatisch zu etwas Süßem? Der Keks zum Kaffee, das Stück Schokolade am Nachmittag oder eine Dose Cola, wenn die Energie nachlässt. Zucker begleitet uns fast überall und oft merken wir gar nicht, wie viel wir tatsächlich davon essen.

Dabei braucht es keinen radikalen Verzicht, um deinem Körper etwas Gutes zu tun. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um einen spürbaren Unterschied zu merken. Wer weniger Zucker isst, fühlt sich häufig ausgeglichener, hat seltener Heißhunger und startet mit mehr Energie durch den Tag.

Das Beste daran ist, dass du nicht auf Genuss verzichten musst. Es geht nicht darum, nie wieder ein Dessert zu essen oder jede Zutatenliste zu studieren. Viel wichtiger ist es, bewusster zu entscheiden und Schritt fĂĽr Schritt neue Gewohnheiten zu entwickeln, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Healthy Lady zeigt dir, warum weniger Zucker deinem Körper guttut und mit welchen einfachen Tipps du deinen Zuckerkonsum ganz ohne Stress reduzieren kannst.


Warum wir SĂĽĂźes so lieben

Schon als Babys kommen wir mit einer Vorliebe für Süßes auf die Welt. Süßer Geschmack signalisiert unserem Gehirn Energie und galt über Jahrtausende als wertvoll für das Überleben. Zucker war früher selten und kostbar. Wer ihn fand, nahm möglichst viel davon auf. Dieses biologische Programm steckt bis heute in uns, auch wenn Zucker inzwischen rund um die Uhr verfügbar ist.

Sobald du etwas Süßes isst, beginnt in deinem Körper eine ganze Kette von Reaktionen. Der Zucker gelangt über den Darm ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Die Bauchspeicheldrüse schüttet daraufhin Insulin aus. Dieses Hormon transportiert den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen, wo er als Energie genutzt oder gespeichert wird.

Gleichzeitig reagiert auch dein Gehirn. Es schĂĽttet den Botenstoff Dopamin aus, der als Teil des Belohnungssystems fĂĽr ein angenehmes GefĂĽhl sorgt. Genau deshalb greifen viele Menschen in stressigen Momenten, bei Langeweile oder schlechter Stimmung zu Schokolade, Keksen oder anderen SĂĽĂźigkeiten. Zucker spendet fĂĽr kurze Zeit ein gutes GefĂĽhl und genau das macht ihn so verlockend.

Mit der Zeit kann sich dieser Kreislauf immer weiter verstärken. Nach dem schnellen Anstieg des Blutzuckers folgt häufig ein ebenso schneller Abfall. Die Energie lässt nach, die Konzentration sinkt und der Appetit auf etwas Süßes meldet sich erneut. So entsteht ein Muster, bei dem der Körper immer wieder nach der nächsten Portion Zucker verlangt.

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So reagiert dein Körper auf zu viel Zucker

Ein Stück Kuchen oder eine Kugel Eis sind kein Problem. Entscheidend ist die Menge, die sich Tag für Tag summiert. Zucker steckt längst nicht mehr nur in Süßigkeiten, sondern auch in Frühstückscerealien, Fruchtjoghurts, Softdrinks, Fertiggerichten, Ketchup oder Müsliriegeln. Dadurch nehmen viele Menschen deutlich mehr Zucker zu sich, als ihnen bewusst ist.

Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum belastet den gesamten Organismus. Das Risiko fĂĽr Ăśbergewicht, Typ 2 Diabetes und Herz Kreislauf Erkrankungen steigt. Auch die Leber kann betroffen sein, wenn ĂĽberschĂĽssiger Zucker in Fett umgewandelt und dort gespeichert wird.

Hinzu kommen Auswirkungen, die sich schon im Alltag bemerkbar machen. Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Heißhunger fördern. Auch die Haut kann reagieren. Ein hoher Zuckerkonsum wird mit einer beschleunigten Hautalterung und einem erhöhten Risiko für Hautunreinheiten in Verbindung gebracht.

Weniger Zucker bedeutet deshalb nicht, auf Genuss zu verzichten. Es bedeutet, den Körper zu entlasten und ihm die Möglichkeit zu geben, Energie gleichmäßiger bereitzustellen und Stoffwechselprozesse im Gleichgewicht zu halten.


Warum dich nachts die Lust auf SĂĽĂźes weckt

Kennst du das Gefühl, mitten in der Nacht aufzuwachen und plötzlich nur noch an Schokolade, Kekse oder andere Süßigkeiten denken zu können? Manche Menschen beschreiben dieses Verlangen als so stark, dass sie erst wieder einschlafen können, wenn sie etwas gegessen haben.

Dahinter kann ein stark schwankender Blutzuckerspiegel stecken. Nimmst du tagsüber viele schnell verfügbare Kohlenhydrate oder große Mengen Zucker zu dir, reagiert der Körper mit einer erhöhten Insulinausschüttung. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel später deutlich absinken. Das Gehirn registriert diesen Energiemangel und sendet das Signal, möglichst schnell neue Energie bereitzustellen. Süße Lebensmittel liefern genau das und werden deshalb besonders attraktiv.

Auch Stress spielt eine wichtige Rolle. Steht der Körper dauerhaft unter Anspannung, verändern sich Hormone wie Cortisol und Adrenalin. Diese können den Schlaf stören und gleichzeitig das Verlangen nach energiereichen Lebensmitteln verstärken. Hinzu kommt, dass Schlafmangel selbst die Hungerhormone beeinflusst. Das Sättigungshormon Leptin sinkt, während das Hungerhormon Ghrelin ansteigt. Die Folge ist ein stärkerer Appetit, vor allem auf Zucker und andere schnell verfügbare Kohlenhydrate.

Wer regelmäßig nachts mit starkem Heißhunger aufwacht, sollte dieses Signal nicht ignorieren. Dahinter können auch eine unausgewogene Ernährung, lange Essenspausen oder in einigen Fällen gesundheitliche Ursachen stecken, die ärztlich abgeklärt werden sollten.


Weniger Zucker im Alltag. So gelingt der Einstieg:

Wenn du deinen Zuckerkonsum reduzieren möchtest, musst du nicht von heute auf morgen alles umstellen. Viel wirkungsvoller ist es, neue Gewohnheiten Schritt für Schritt in den Alltag zu integrieren. So fällt die Umstellung leichter und bleibt langfristig bestehen.

Iss ausreichend Eiweiß - Eiweiß hält länger satt als Zucker und hilft dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Starte den Tag mit einem proteinreichen Frühstück. Naturjoghurt, Skyr, Eier, Hüttenkäse oder ein Omelett sorgen dafür, dass Heißhunger gar nicht erst entsteht.

Versteckten Zucker erkennen - Zucker steckt längst nicht nur in Süßigkeiten. Auch Fruchtjoghurts, Frühstückscerealien, Müsliriegel, Ketchup, Fertigsaucen oder Softdrinks enthalten häufig überraschend große Mengen. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich. Begriffe wie Glukosesirup, Fruktosesirup, Dextrose oder Maltose stehen ebenfalls für Zucker.

Trinke Wasser statt süßer Getränke - Flüssiger Zucker gehört zu den größten Zuckerfallen im Alltag. Limonaden, Eistee, Fruchtsäfte oder gesüßte Kaffeespezialitäten enthalten oft überraschend viel Zucker, liefern viele Kalorien und machen gleichzeitig kaum satt. Ersetze diese Getränke nach und nach durch Wasser, Mineralwasser mit frischer Zitrone, ungesüßten Tee oder stark verdünnte Saftschorlen. Wer den Umstieg leichter gestalten möchte, kann vorübergehend auch zu zuckerfreien Getränken greifen. Sie enthalten keinen Zucker und können dabei helfen, den täglichen Zuckerkonsum zu senken. Langfristig lohnt es sich jedoch, den Geschmackssinn an weniger Süße zu gewöhnen.

Schlafe ausreichend - Zu wenig Schlaf bringt die Hungerhormone aus dem Gleichgewicht. Dadurch steigt der Appetit auf SĂĽĂźes und energiereiche Lebensmittel. Schon eine erholsame Nacht kann einen spĂĽrbaren Unterschied machen.

Iss regelmäßig - Lange Essenspausen führen dazu, dass der Blutzuckerspiegel stark absinkt. Die Folge sind Heißhunger und der Wunsch nach schneller Energie. Drei ausgewogene Mahlzeiten oder ein Rhythmus, der zu deinem Alltag passt, helfen dabei, den Blutzucker stabil zu halten.

Obst statt Süßigkeiten - Frisches Obst enthält zwar natürlichen Zucker, liefert gleichzeitig aber Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Ein Apfel mit einer Handvoll Nüsse oder Beeren mit Naturjoghurt sättigen deutlich länger als Schokolade oder Kekse.

Süßes nicht verbieten - Je strenger ein Lebensmittel verboten wird, desto größer wird häufig die Sehnsucht danach. Ein Stück Kuchen oder ein Eis gehören zu einem genussvollen Leben dazu. Entscheidend ist nicht der einzelne Moment, sondern das, was du an den meisten Tagen isst.

Mehr selbst kochen - Wer frisch kocht, entscheidet selbst, welche Zutaten auf den Teller kommen. Das spart nicht nur Zucker, sondern meist auch Salz, Zusatzstoffe und unnötige Kalorien.

Achte auf Ballaststoffe - Vollkornprodukte, HĂĽlsenfrĂĽchte, GemĂĽse und NĂĽsse sorgen dafĂĽr, dass Kohlenhydrate langsamer aufgenommen werden. Der Blutzuckerspiegel bleibt stabiler und das Verlangen nach SĂĽĂźem nimmt ab.

Gib deinem Geschmack Zeit - Geschmacksnerven passen sich erstaunlich schnell an. Nach einigen Wochen schmecken viele stark gesüßte Lebensmittel plötzlich viel süßer als zuvor. Was anfangs schwerfällt, wird mit der Zeit ganz selbstverständlich.

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Plane gesunde Snacks ein

Heißhunger kommt selten ohne Vorwarnung. Wer mehrere Stunden nichts gegessen hat oder unterwegs keine gesunde Alternative zur Hand hat, greift schneller zu Schokolade oder Süßigkeiten. Packe deshalb bewusst kleine Snacks ein. Eine Handvoll Nüsse, Gemüsesticks mit Hummus, ein gekochtes Ei oder Naturjoghurt mit Beeren halten lange satt und versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen.

Kaufe SĂĽĂźigkeiten nicht auf Vorrat

Was nicht im Küchenschrank liegt, landet auch seltener auf dem Teller. Wer Süßigkeiten nur gelegentlich kauft, trifft automatisch bewusstere Entscheidungen. Das bedeutet nicht, dass Schokolade oder Kekse tabu sind. Sie werden einfach wieder zu etwas Besonderem und nicht zur täglichen Gewohnheit.

WĂĽrze mit natĂĽrlichen Aromen

Viele Speisen schmecken auch ohne zusätzlichen Zucker wunderbar süß. Zimt, Vanille, Kakao oder geriebener Apfel verleihen Porridge, Joghurt oder Quark eine natürliche Süße und machen zusätzlichen Zucker oft überflüssig.

Iss achtsamer

Zwischen E Mails, Fernsehen oder Social Media essen viele Menschen nebenbei und merken kaum, wie viel tatsächlich auf dem Teller landet. Nimm dir bewusst Zeit für deine Mahlzeiten. Wer langsam isst und jeden Bissen genießt, wird schneller satt und verspürt seltener das Bedürfnis nach einem süßen Nachtisch.

Lass dich nicht von Werbeversprechen täuschen

Begriffe wie ohne Zuckerzusatz, Fitness oder Wellness klingen gesund, sagen aber nicht automatisch etwas über den tatsächlichen Zuckergehalt aus. Auch Produkte mit Honig, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker oder Reissirup enthalten Zucker. Ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle schafft Klarheit.

Setze auf kleine Schritte

Niemand muss von heute auf morgen komplett auf Zucker verzichten. Schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied. Weniger Zucker im Kaffee, Naturjoghurt statt Fruchtjoghurt oder Wasser statt Limonade sind einfache Gewohnheiten, die sich langfristig positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken.


Kleine Schritte statt groĂźer Verbote

Niemand muss von heute auf morgen perfekt essen oder komplett auf Zucker verzichten. Viel wichtiger ist es, bewusster mit Lebensmitteln umzugehen und den eigenen Körper wieder wahrzunehmen. Jeder kleine Schritt zählt. Ob weniger Zucker im Kaffee, Wasser statt Limonade oder ein ausgewogenes Frühstück am Morgen. Aus kleinen Veränderungen entstehen neue Gewohnheiten und genau sie machen langfristig den Unterschied. Dein Körper wird es dir mit mehr Energie, einem stabileren Wohlbefinden und einem besseren Körpergefühl danken.


Gesünder ab 35: Diese 7 Lebensmittel tun deinem Körper jetzt besonders gut

Es gibt diesen einen Moment, in dem wir merken, dass sich etwas verändert. Vielleicht ist es der Morgen nach einem langen Abend mit Freundinnen, an dem eine Tasse Kaffee plötzlich nicht mehr ausreicht, um den Schlafmangel auszugleichen. Vielleicht sitzt die Lieblingsjeans etwas enger, obwohl sich an der Ernährung nichts geändert hat. Oder diese ungewohnte Müdigkeit am Nachmittag, die früher einfach nicht da war.

Spätestens ab Mitte dreißig bemerken viele Frauen, dass ihr Körper langsam anders arbeitet. Die Regeneration dauert oft etwas länger, der Stoffwechsel wird allmählich langsamer und auch hormonelle Prozesse verändern sich nach und nach. Nicht jede Frau erlebt diese Veränderungen gleich. Während manche bereits mit Mitte dreißig erste Unterschiede spüren, treten sie bei anderen erst einige Jahre später auf.

Die gute Nachricht ist, dass du deinen Körper in dieser Lebensphase gezielt unterstützen kannst. Eine ausgewogene Ernährung liefert genau die Nährstoffe, die jetzt besonders wichtig werden. Healthy Lady zeigt dir sieben Lebensmittel, die deinem Körper jetzt besonders guttun.


Leinsamen können den Hormonstoffwechsel unterstützen

Leinsamen gehören zu den wertvollsten heimischen Superfoods. Sie enthalten sogenannte Lignane, sekundäre Pflanzenstoffe mit östrogenähnlichen Eigenschaften. Forschende beschäftigen sich seit Jahren mit ihrem möglichen Einfluss auf den weiblichen Hormonstoffwechsel. Gleichzeitig liefern Leinsamen reichlich Ballaststoffe, die lange satt halten und den Blutzuckerspiegel stabilisieren können. Das hilft dabei, Heißhungerattacken vorzubeugen.

Schon ein Esslöffel geschrotete Leinsamen pro Tag lässt sich ganz unkompliziert ins Müsli, den Naturjoghurt oder einen Smoothie mischen. Wichtig ist, ausreichend dazu zu trinken.


WalnĂĽsse halten Herz und Gehirn fit

Zwischen Beruf, Familie und Alltag läuft unser Gehirn auf Hochtouren. Umso wichtiger sind hochwertige Fette. Walnüsse gehören zu den besten pflanzlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Sie liefern Alpha-Linolensäure (ALA), die unter anderem für Herz und Gehirn wichtig ist. Außerdem enthalten sie Vitamin E und wertvolle Antioxidantien.

Bereits eine kleine Handvoll Walnüsse täglich kann dazu beitragen, hochwertige Fette in deinen Speiseplan zu integrieren und sorgt gleichzeitig für eine langanhaltende Sättigung.


Brokkoli unterstĂĽtzt Leber, Haut und Immunsystem

Brokkoli zählt zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Er enthält Sulforaphan, einen sekundären Pflanzenstoff, der die natürlichen Entgiftungsprozesse des Körpers unterstützt. Da die Leber unter anderem am Stoffwechsel verschiedener Hormone beteiligt ist, spielt sie auch für den weiblichen Hormonhaushalt eine wichtige Rolle.

Zusätzlich liefert Brokkoli reichlich Vitamin C. Dieses wird für die normale Kollagenbildung benötigt und unterstützt Haut, Knochen, Knorpel und Blutgefäße. Damit möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, solltest du Brokkoli nur kurz dünsten oder bissfest garen.


Heidelbeeren schĂĽtzen deine Zellen

Mit zunehmendem Alter gewinnt der Schutz unserer Körperzellen immer mehr an Bedeutung. Heidelbeeren enthalten besonders viele Anthocyane. Diese natürlichen Pflanzenstoffe gehören zu den Antioxidantien und können dabei helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dieser entsteht unter anderem durch UV-Strahlung, Umweltbelastungen oder anhaltenden Stress.

Eine Handvoll frische oder tiefgekĂĽhlte Heidelbeeren passt perfekt ins FrĂĽhstĂĽck, in den Joghurt oder als Snack zwischendurch. Ganz nebenbei liefern sie auch Ballaststoffe sowie Vitamin C und sind kalorienarm.


Kichererbsen liefern EiweiĂź fĂĽr Muskeln und Energie

Ab etwa dem 30. Lebensjahr beginnt der Körper langsam Muskelmasse abzubauen, wenn wir nicht aktiv gegensteuern. Deshalb spielt eine ausreichende Eiweißzufuhr mit zunehmendem Alter eine immer wichtigere Rolle. Kichererbsen gehören zu den besten pflanzlichen Eiweißquellen und halten dank ihrer Ballaststoffe lange satt.

Darüber hinaus liefern sie Magnesium, Eisen sowie Vitamin B6. Diese Nährstoffe unterstützen unter anderem den Energiestoffwechsel, die normale Muskelfunktion und das Nervensystem. Besonders lecker schmecken Kichererbsen als Hummus, im Salat oder knusprig aus dem Ofen als gesunder Snack.


Olivenöl versorgt deinen Körper mit gesunden Fetten

In der mediterranen Küche gehört hochwertiges Olivenöl seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Lebensmitteln. Es liefert einfach ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamin E und zählt zu den Grundpfeilern der mediterranen Ernährung, die mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Zwei Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl täglich, zum Beispiel über Salat, Gemüse oder Vollkornbrot reichen bereits aus, um hochwertige Fette in deine Ernährung einzubauen.

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Naturjoghurt stärkt deinen Darm

Ein groĂźer Teil unseres Immunsystems befindet sich im Darm. Gleichzeitig stehen Darm und Gehirn ĂĽber die sogenannte Darm-Hirn-Achse in engem Austausch. Deshalb beeinflusst eine gesunde Darmflora weit mehr als nur die Verdauung.

Naturjoghurt enthält lebende Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen können. Gleichzeitig liefert er hochwertiges Eiweiß sowie gut verfügbares Kalzium. Gerade ab Mitte dreißig wird Kalzium immer wichtiger, um die Knochengesundheit langfristig zu erhalten. Greife möglichst zu Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz und ergänze ihn mit frischem Obst oder Nüssen.


Diese Nährstoffe solltest du ebenfalls im Blick behalten

Neben diesen sieben Lebensmitteln gibt es drei weitere Faktoren, die ab Mitte dreiĂźig zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Eiweiß - Viele Frauen nehmen unbewusst zu wenig Eiweiß zu sich. Dabei trägt Protein nicht nur zum Erhalt der Muskelmasse bei, sondern sorgt auch für eine bessere Sättigung. Neben Hülsenfrüchten sind auch Eier, Skyr, Hüttenkäse, Naturjoghurt, Fisch oder mageres Fleisch gute Eiweißquellen.

Kalzium und Vitamin D - Kalzium trägt zum Erhalt normaler Knochen bei. Vitamin D unterstützt den Körper dabei, Kalzium aufzunehmen. Da viele Menschen besonders in den Wintermonaten niedrige Vitamin-D-Werte haben, kann es sinnvoll sein, den Spiegel ärztlich überprüfen zu lassen. Ob eine Nahrungsergänzung notwendig ist, sollte jedoch individuell entschieden werden.

Krafttraining - Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, ersetzt aber keine Bewegung. Gerade regelmäßiges Krafttraining hilft dabei, Muskelmasse zu erhalten, den Stoffwechsel aktiv zu halten und die Knochengesundheit zu unterstützen. Schon zwei bis drei Einheiten pro Woche können langfristig einen Unterschied machen.


Kleine Veränderungen können langfristig viel bewirken

Gesunde Ernährung ab Mitte dreißig bedeutet nicht, auf Genuss zu verzichten oder jede Mahlzeit perfekt planen zu müssen. Viel wichtiger ist es, deinem Körper regelmäßig die Nährstoffe zu geben, die er jetzt besonders gut gebrauchen kann.

Niemand muss von heute auf morgen alles umstellen. Manchmal reicht es schon, wenn nach und nach mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, hochwertige Fette und eiweißreiche Lebensmittel auf deinem Teller landen. Kleine Veränderungen lassen sich im Alltag leichter umsetzen und genau sie machen auf lange Sicht den größten Unterschied für deine Gesundheit.

Tipp: Eine ausgewogene Ernährung kann die Gesundheit unterstützen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Wenn du unter starken hormonellen Beschwerden, anhaltender Müdigkeit oder anderen gesundheitlichen Problemen leidest, solltest du diese ärztlich abklären lassen.

Hochstapler-Syndrom: Warum erfolgreiche Frauen an sich zweifeln

Du hast eine Beförderung bekommen, ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen oder wirst von anderen für deine Leistung gelobt. Trotzdem fällt es dir schwer, stolz auf dich zu sein. Stattdessen glaubst du, dass du einfach nur Glück hattest, zur richtigen Zeit am richtigen Ort warst oder deinen Erfolg gar nicht wirklich verdient hast.

Kommen dir solche Gedanken bekannt vor? Dann könnte dahinter das sogenannte Hochstapler-Syndrom stecken, auch Imposter Syndrome genannt. Millionen von Frauen zweifeln trotz messbarer Erfolge immer wieder an ihren eigenen Fähigkeiten.

Doch woher kommen diese Selbstzweifel eigentlich? Warum sind ausgerechnet erfolgreiche Frauen so häufig davon betroffen? Und vor allem, woran erkennst du das Hochstapler-Syndrom und wie schaffst du es, diese belastenden Gedanken endlich loszulassen?


Was steckt hinter dem Hochstapler-Syndrom?

Das Hochstapler-Syndrom beschreibt das tiefe Gefühl, die eigenen Erfolge nicht wirklich verdient zu haben. Betroffene glauben häufig, sie hätten andere nur getäuscht oder seien rein zufällig an ihr Ziel gelangt. Sie leben mit der ständigen Angst, irgendwann als „Betrügerin“ entlarvt zu werden.

Dabei handelt es sich nicht um eine anerkannte psychische Erkrankung, sondern um ein psychologisches Phänomen. Das Besondere daran ist: Gerade besonders kompetente und leistungsstarke Menschen sind am häufigsten davon betroffen.

Der Begriff Imposter Syndrome wurde 1978 von den amerikanischen Psychologinnen Pauline Rose Clance und Suzanne Imes geprägt. In ihrer Forschung stellten sie fest, dass viele erfolgreiche Frauen ihre eigenen Leistungen systematisch unterschätzten. Heute weiĂź man, dass auch Männer diese Selbstzweifel erleben. Studien zeigen jedoch, dass Frauen aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen und höherem Perfektionsdruck deutlich häufiger darunter leiden.


Achte auf diese Anzeichen:

Das Tückische am Hochstapler-Syndrom ist, dass die Gedanken einem verborgenen Muster folgen. Nach außen wirkst du selbstbewusst, kompetent und erfolgreich – innerlich sieht es jedoch ganz anders aus. Achte auf folgende Signale:

Erfolge wegerklären: Deine Chefin lobt dich für deine Arbeit, trotzdem schreibst du den Erfolg lieber dem Zufall oder Glück zu. Selbst eine Gehaltserhöhung lässt dich eher an dir zweifeln, als stolz zu sein.

Die Angst vor der Entlarvung: Du befürchtest, andere könnten erkennen, dass du angeblich gar nicht so klug bist, wie alle glauben. Aus diesem Grund bereitest du dich oft übermäßig auf Termine vor und arbeitest deutlich härter als nötig.

Fehler wiegen schwerer als Lob: Während positive Rückmeldungen sofort an dir abprallen, kreisen negative Gedanken oder kleine Fehler oft tagelang in deinem Kopf.

Der ständige Vergleich: Du hast das Gefühl, alle um dich herum seien klüger, erfolgreicher oder besser vorbereitet – obwohl es dafür meist gar keine objektiven Beweise gibt.


Warum gerade Frauen so häufig betroffen sind

Schon früh lernen viele Mädchen, besonders fleißig, höflich und fehlerfrei zu sein. Gleichzeitig werden Frauen in Führungspositionen oder in männerdominierten Berufen oft viel kritischer beobachtet als ihre männlichen Kollegen.

Hinzu kommen gesellschaftliche Rollenbilder, die suggerieren, eine moderne Frau müsse alles gleichzeitig sein: erfolgreich im Beruf, liebevolle Mutter, perfekte Partnerin und stets top organisiert. Dieser enorme Erwartungsdruck führt dazu, dass viele Frauen ihre eigenen Leistungen niemals als „ausreichend“ empfinden.

Das Hochstapler-Syndrom ist eng mit dem Perfektionismus verknüpft. Der Anspruch, alles fehlerfrei zu machen, erzeugt chronischen Stress. Er führt dazu, dass du Entscheidungen aus Angst vor Fehlern aufschiebst oder Chancen ungenutzt lässt. Dabei ist Perfektion weder realistisch noch notwendig. Niemand erwartet von dir, fehlerfrei zu sein – auch du selbst solltest das nicht tun.


Die unsichtbare Bremse fĂĽr Karriere und Gesundheit

Vielleicht hast du schon einmal eine Stellenausschreibung entdeckt, für die du eigentlich gut geeignet gewesen wärst. Trotzdem hast du dich nicht beworben, weil dir ein oder zwei kleine Voraussetzungen fehlten.

Studien zeigen hier ein klares Bild: Während Frauen sich häufig erst dann auf eine Stelle bewerben, wenn sie nahezu 100 % der Anforderungen erfĂĽllen, wagen Männer diesen Schritt oft schon, wenn sie nur einen Teil der Kriterien mitbringen.

Bleiben diese Selbstzweifel über Jahre bestehen, schaden sie deiner Karriere und deiner Gesundheit. Viele Frauen fordern aus Angst weder eine Gehaltserhöhung noch eine Beförderung ein. Im schlimmsten Fall können die ständige innere Anspannung und der ungesunde Leistungsdruck in einem Burnout enden.


So lernst du, deine Selbstzweifel zu ĂĽberwinden

Selbstzweifel müssen nicht dein ständiger Begleiter bleiben. Mit diesen fünf Strategien gewinnst du das Vertrauen in deine Fähigkeiten zurück:

Sprich mit anderen darüber: Viele erfolgreiche Frauen glauben, nur sie hätten diese Selbstzweifel. Oft zeigt sich jedoch, dass Kolleginnen, Freundinnen oder Familienmitglieder ähnliche Gedanken kennen. Schon ein offenes Gespräch kann entlasten.

Lerne, Lob anzunehmen: Statt Komplimente sofort herunterzuspielen oder deinen Erfolg auf Glück zu schieben, sage einfach: „Vielen Dank, das freut mich sehr.“ Du musst deine Leistungen nicht kleinreden.

Hinterfrage deine Gedanken: Frage dich, ob es wirklich Beweise dafür gibt, dass du nicht kompetent bist. Würdest du mit einer guten Freundin genauso streng umgehen wie mit dir selbst? Oft merkst du schnell, dass deine Selbstkritik deutlich härter ist als die Realität.

Erlaube dir Fehler: Niemand ist perfekt. Fehler gehören zum Lernen und zur persönlichen Entwicklung dazu. Sie machen dich nicht weniger kompetent, sondern helfen dir, zu wachsen.

Vergleiche dich weniger mit anderen: Vor allem in sozialen Medien sieht es oft so aus, als hätten alle ihr Leben perfekt im Griff. Tatsächlich siehst du dort jedoch meist nur die schönen Momente – nicht die Unsicherheiten, Rückschläge oder Selbstzweifel, die fast jeder Mensch kennt.


Zeit, deine Erfolge anzuerkennen

Selbstzweifel gehören zum Leben dazu. Problematisch werden sie erst dann, wenn sie deinen Blick auf dich selbst dauerhaft verzerren und dich daran hindern, dein volles Potenzial zu entfalten.

Wenn du dich in den beschriebenen Situationen wiedererkannt hast, dann nutze den heutigen Tag für einen kleinen Shift. Halte beim nächsten Lob oder Erfolg einmal ganz bewusst inne, atme tief durch und erlaube dir, einfach nur stolz auf dein eigenes Können zu sein. Du hast es dir verdient.

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Zuhause am Nil: Warum viele Europäerinnen ihr Glück in Ägypten finden – Buchautorin Aleksandra Helail im Interview

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Zuhause am Nil: Warum viele Europäerinnen ihr Glück in Ägypten finden – Buchautorin Aleksandra Helail im Interview

Traumhafte Strände, leckeres Essen, majestätische Pyramiden und eine jahrtausendealte Geschichte. Für Millionen von Menschen ist Ägypten das perfekte Reiseziel. Doch während die meisten nach dem Urlaub wieder im Flieger Richtung Heimat sitzen, entscheiden sich einige Europäerinnen für einen radikalen Schritt. Sie bleiben. Sie tauschen ihr geregeltes Leben gegen den pulsierenden Alltag im Land der Pharaonen.

Eine von ihnen ist Aleksandra Helail (33). Mit zwölf zieht sie vom polnischen Breslau nach München, studiert später in Augsburg und findet bereits mit 19 Jahren ihren Weg zum Islam – aus eigener Überzeugung und lange bevor Ägypten überhaupt eine Rolle in ihrem Leben spielt. Als sie 2016 für ein Praktikum nach Kairo reist, soll der Aufenthalt nur wenige Monate dauern. Doch die Stadt am Nil hat andere Pläne. Aleksandra verliebt sich in der Metropole und lernt wenig später ihren heutigen Ehemann Mohamed kennen.

Als erfolgreiche Buchautorin und Gastgeberin ihrer eigenen YouTube-Sendung gibt sie europäischen Auswanderinnen in Ägypten eine Stimme. Sie kennt die Schönheit des Landes genauso wie die Herausforderungen, die ein Leben zwischen zwei Kulturen mit sich bringt. Denn wer als Europäerin einen Araber heiratet oder zum Islam konvertiert, stößt in Europa noch immer häufig auf Vorurteile, Misstrauen und Unverständnis.

Im Interview spricht Aleksandra Helail über kulturelle Unterschiede, den Islam, die Angst vor Ausnutzung und darüber, warum Ägypten für manche Frauen weit mehr ist als nur ein Urlaubsziel.


„Gute und schlechte Menschen gibt es überall“

Healthy Lady: Liebe Aleksandra, in deiner YouTube-Sendung stellst du europäische Frauen vor, die nach Ägypten ausgewandert sind. Was ist nach deiner Erfahrung der Hauptgrund für diesen mutigen Schritt?

Aleksandra Helail: Es gibt nicht den einen Hauptgrund. Jede Frau hat ihre eigene und ganz besondere Geschichte. Ich habe viele deutsche Frauen kennengelernt, die aus Liebe zu Ă„gypten ausgewandert sind, dort seit Jahren leben und arbeiten, ohne in einer romantischen Beziehung mit einem Ă„gypter zu sein. Andere wiederum haben im Land ihre groĂźe Liebe gefunden.

Eines ist jedoch sicher: Ägypten ist ein Land, das starke Gefühle auslöst. Man liebt es oder man kann nur wenig damit anfangen. Wer sich jedoch einmal in Ägypten verliebt hat, dem fällt es oft schwer, wieder zu gehen. Das Land besitzt eine besondere Energie und vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Leichtigkeit, Lebensfreude und Herzlichkeit.

„Vor allem, wenn Bitten um Geld ins Spiel kommen, sollten alle Alarmglocken angehen.“


Healthy Lady: Auf deinen sozialen Kanälen räumst du immer wieder mit kulturellen Vorurteilen auf. Ein Thema, das besonders polarisiert, sind binationale Beziehungen. Warum werden europäische Frauen, die einen Araber heiraten, in unserer Gesellschaft häufig mit Vorurteilen und Misstrauen konfrontiert?

Aleksandra Helail: Natürlich haben viele Vorurteile einen Ursprung, und sicherlich gibt es arabische Männer, die ihre Frauen schlecht behandeln. Doch das tun auch Männer aus anderen Ländern. Ich kenne viele tolle ägyptische Ehemänner, aber auch solche, die ich persönlich nicht als gute Partner bezeichnen würde. Dasselbe gilt für Deutschland, Polen und viele andere Länder. Letztlich kommt es auf den Menschen an und nicht auf seine Herkunft oder Religion. Gute und schlechte Menschen gibt es überall.

Die gebürtige Polin spricht fließend Arabisch. Mit ihren Büchern und Dialektkursen bringt Aleksandra Helail (33) Menschen die ägyptische Kultur und Sprache näher. (Bild: A. Helail)


Healthy Lady: Neben den kulturellen HĂĽrden hört man leider auch immer wieder von bitteren Enttäuschungen, bei denen fĂĽr den Partner am Nil nur materielle Vorteile im Vordergrund standen. Worauf sollten Frauen achten, um eine aufrichtige Liebe von bloĂźer finanzieller Ausnutzung zu unterscheiden?

Aleksandra Helail: Zuerst muss man sich bewusst machen, dass es so etwas gibt. Durch die schwierige finanzielle Situation der Menschen, die in Hotels oder an touristischen Orten arbeiten, gibt es tatsächlich Männer, die mit Hilfe von Frauen aus dem Ausland versuchen, ihre Lebenslage zu verbessern. Da muss man einfach achtsam sein und nicht auf jedes „Ich liebe dich“ reinfallen. Ich denke, dass hier auch entscheidend ist, dass die Frau den eigenen Selbstwert kennt. Was will der Mann eigentlich von mir? Warum verliebt er sich so schnell, obwohl wir uns so kurz kennen? Bin ich die einzige, der er das sagt? Vor allem, wenn Bitten um Geld ins Spiel kommen, sollten alle Alarmglocken angehen.

„Tourist zu sein, ist etwas völlig anderes, als dort zu leben!“


Healthy Lady: Auch die Konvertierung zum Islam polarisiert in Europa extrem. Warum lösen diese persönliche Entscheidung und der Glaube deiner Meinung nach so viel Unverständnis aus?

Aleksandra Helail: Den Menschen wird gesagt, dass der Islam böse sei und dass Frauen in dieser Religion einen niedrigeren Stellenwert und keine Rechte hätten, was natĂĽrlich nicht stimmt. Wäre es der Fall, hätte ich diese Religion doch nicht freiwillig als Frau gewählt! Das Problem sind hier meiner Meinung nach oft Männer, die ihre Frauen schlecht behandeln, obwohl es das Gegenteil von dem ist, was der Islam von ihnen erwartet. Dieses Verhalten hat seinen Ursprung eher in der Kultur und nicht in der Religion. Das Problem dabei ist, dass Menschen das schlechte Verhalten von Muslimen ihrer Religion und nicht ihrem Charakter, ihrer Erziehung oder Herkunft zuschreiben auch dann, wenn das Verhalten das totale Gegenteil von dem ist, was der Islam eigentlich lehrt.


Zwischen Mythos und Realität: Warum Kairo für europäische Frauen sicherer ist als gedacht

Healthy Lady: Wie sicher ist das Leben für Europäerinnen in Ägypten heute wirklich? Hat sich das Sicherheitsgefühl in den letzten Jahren verändert?

Aleksandra Helail: Ich habe mich in Kairo immer sicher gefĂĽhlt, und ich muss sagen, dass ich ganz oft allein unterwegs bin. Allerdings ist es dort wie in den meisten GroĂźstädten. Man muss einfach wissen, wo man wann hingehen kann und welche Orte man zu bestimmten Zeiten lieber meidet. Auch meine Freundinnen, zum Beispiel aus Deutschland, die hier leben, fĂĽhlen sich absolut sicher.

Nur 15 Kilometer vom Zentrum Kairos entfernt erheben sich die berĂĽhmten Pyramiden von Gizeh, die seit mehr als 4.500 Jahren die Geschichte Ă„gyptens prägen. Sie sind der perfekte Startpunkt, um die vielen weiteren SehenswĂĽrdigkeiten zu erkunden. (Bild: Abdullah/ Pexels)

Healthy Lady: Wie werden Auswanderinnen in Ägypten behandelt? Werden sie als Europäerinnen anders wahrgenommen oder genießen sie vor Ort einen besonderen Respekt?

Aleksandra Helail: Ich als Ausländerin in Ă„gypten wurde noch nicht aufgrund meiner Herkunft schlecht behandelt, ganz im Gegenteil. Ich hatte immer das GefĂĽhl, dass es den Ă„gyptern wichtig war, mir alles recht zu machen, damit ich mich in ihrem Land wohlfĂĽhle. 


Healthy Lady: Was sind die größten Mythen über Ägypten, mit denen du durch deine Arbeit endlich aufräumen möchtest?

Aleksandra Helail: Der größte Mythos ist, dass alle Frauen unterdrĂĽckt und unglĂĽcklich seien und keine Rechte hätten. Oder dass es dort keine Entwicklung gäbe und Ă„gypten ein total zurĂĽckgebliebenes Land sei, in dem es nichts auĂźer den Pyramiden und Hotels am Strand gibt. Das Gegenteil ist der Fall, denn Ă„gypten ist ein Land vieler Kontraste. Es ist faszinierend und ĂĽberrascht einen selbst nach so vielen Jahren immer wieder aufs Neue. Wenn man die Bereitschaft zeigt, sich dem Land und seinen Bewohnern gegenĂĽber zu öffnen, kann man das wahre, nicht nur touristische Ă„gypten erleben. An so vielen Orten ist es total modern, neu und gepflegt. An anderen chaotisch und vielleicht auch unordentlich. Aber es ist immer authentisch und voller Herz.


Karriere & Freundschaften: Das unterschätzte Leben der Frauen in der Megacity

Healthy Lady: Was arbeiten die europäischen Frauen in einer 20-Millionen-Metropole wie Kairo? Wie bauen sie sich in dieser riesigen Stadt beruflich eine Existenz auf?

Aleksandra Helail: Auch das ist sehr unterschiedlich. Manche arbeiten an internationalen Schulen, andere sind in der Tourismusbranche tätig oder arbeiten in internationalen Unternehmen. Einige haben sich selbstständig gemacht und eigene Beautysalons oder CafĂ©s eröffnet.

„Nur weil wir etwas nicht nachvollziehen können, heißt das noch lange nicht, dass unsere eigene Ansicht die einzig richtige ist.“


Healthy Lady: Kann man in Kairo gut leben? Wie teuer ist hier der Alltag im Vergleich zu Europa?

Aleksandra Helail: Wenn man gut verdient, kann man in Kairo wunderbar leben. Oft ist es so, dass Ausländer mehr als Ă„gypter verdienen. Hier meine ich aber ein bestimmtes Umfeld, und zwar Menschen, die in Kairo leben und vor allem an internationalen Schulen arbeiten. In Ă„gypten kann man sehr gĂĽnstig, aber auch sehr teuer leben. Es kommt ganz auf den Wohnort und den Lebensstil an. Hier gibt es lokale und gĂĽnstige Gegenden, jedoch leben die meisten Expats eher in den modernen und somit teureren Stadtteilen. Obwohl es dort immer noch gĂĽnstiger als in Deutschland ist, geben diese Menschen im Monat deutlich mehr Geld aus als ein durchschnittlicher Ă„gypter.


Healthy Lady: Wie unterscheiden sich die Europäerinnen von den Ă„gypterinnen? Wie sehen Freundschaften zwischen zwei Frauen aus so unterschiedlichen Kulturen aus?

Aleksandra Helail: Das kann man pauschal so nicht sagen. Ă„gyptische Frauen sind nicht alle gleich, so wie es auch die Europäerinnen nicht sind. Was ich aber ĂĽber die Jahre feststellen konnte, ist, dass Ă„gypterinnen unglaublich stark sind. Sie arbeiten, schmeiĂźen den Haushalt und versuchen, möglichst gute MĂĽtter und Ehefrauen zu sein. Auch wenn es ihnen manchmal zu viel wird, geben sie nicht auf und machen einfach weiter. Diese Stärke habe ich bei ganz vielen gesehen. NatĂĽrlich kann es Freundschaften zwischen Frauen aus unterschiedlichen Kulturen geben. Ich selbst habe in Kairo sehr gute Freundinnen. Aber ich glaube, dass diese Beziehungen ein StĂĽck weit meiner Ehe ähneln. Durch die vielen Jahre in Kairo und dadurch, dass ich ägyptisches Arabisch flieĂźend spreche, merken wir im Alltag keine groĂźen Kulturunterschiede mehr.

Der mächtige Nil – der längste Fluss unseres Planeten schlängelt sich durch eine gigantische 22-Millionen-Metropole. Die moderne Skyline von Kairo direkt am Flussufer zeigt, wie sich das Land inzwischen weiterentwickelt hat. (Bild: PhotoByMau/ Pexels)

Ein Glaube, eine Liebe, ein Team: Wie Aleksandra ihr GlĂĽck am Nil fand

Healthy Lady: Du bist bereits mit 19 zum Islam konvertiert. War das eine Entscheidung, die durch deine Liebe zu Ă„gypten kam, oder war es eine ganz persönliche, spirituelle Suche?

Aleksandra Helail: Die Liebe zu einem Land sollte niemals etwas mit der Wahl der Religion zu tun haben. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Religion ist etwas ganz Persönliches. Etwas, das man weder fĂĽr eine Sache noch fĂĽr einen anderen Menschen wählen sollte. SchlieĂźlich geht es hier um den Glauben aus tiefstem Herzen und die persönliche Verbindung zu Gott. Ich habe meinen eigenen Weg gesucht und ihn im Islam gefunden.


Healthy Lady: Du bist mit Mohamed, einem Ă„gypter, verheiratet und ihr habt eine gemeinsame Tochter. Wie schafft ihr es im Alltag, die europäische und die ägyptische Kultur so zu vereinen, dass eure Tochter das Beste aus beiden Welten mitbekommt?

Aleksandra Helail: Ehrlich gesagt merken wir in unserem Alltag keine groĂźen Kulturunterschiede. Ich denke, dass die gemeinsamen Werte, die ja in unserer gemeinsamen Religion ihren Ursprung haben, uns die Erziehung sehr erleichtern. Wir haben unsere festen Werte, zu denen wir stehen, sind aber gleichzeitig fĂĽr vieles offen. Das Gute kann man schlieĂźlich in jeder Kultur finden und genau das machen wir uns zunutze.

Die Buchautorin ist seit fast 10 Jahren mit dem Ägypter Mohamed verheiratet und lebt mit ihrer Familie zwischen Kairo und Berlin. (Bild: A. Helail)

Healthy Lady: Was macht deine eigene Ehe heute glĂĽcklich? Was ist euer Geheimnis fĂĽr eine funktionierende binationale Beziehung?

Aleksandra Helail: Es gibt kein Geheimnis. Man muss einfach an sich arbeiten und dem anderen wirklich zuhören wollen. Ohne die Bereitschaft, an sich selbst und an der Partnerschaft zu arbeiten, wird es schwierig und zwar völlig unabhängig davon, aus welchem Land oder aus welcher Kultur man kommt.


Bye-bye Massentourismus: Kairo hautnah und mit Herz erleben

Healthy Lady: Du und dein Mann Mohamed bietet AusflĂĽge durch Kairo an, um Reisenden die „einheimische Seite“ zu zeigen. Warum lohnt es sich, die Stadt so zu entdecken, statt eine klassische Touristentour zu buchen?

Aleksandra Helail: Seit langer Zeit betrachten wir die riesigen Touristenbusse mit zig Menschen an Bord recht kritisch. Unserer Meinung nach ermöglicht Massentourismus kaum das richtige Kennenlernen eines Landes. Man bekommt nur ein sehr oberflächliches Bild von einem Ort, hat aber kaum die Möglichkeit, wirklich tiefer einzutauchen. Genau aus diesem Grund haben wir angefangen, Reisenden zu zeigen, wie man Kairo ganz anders und absolut authentisch erleben kann.

„Ich habe meinen eigenen Weg gesucht und ihn im Islam gefunden.“


Healthy Lady: Was erwartet die Reisenden bei euren Touren? Welches GefĂĽhl oder welche Erlebnisse möchtest du den Menschen vermitteln?

Aleksandra Helail: Unsere Kunden sind ĂĽbrigens nicht nur Frauen, sondern auch kleine Gruppen oder Familien. FĂĽr jeden Gast erstellen wir einen ganz individuellen Plan, der exakt auf den persönlichen WĂĽnschen und Interessen basiert. Wir erklären, wie man sich in Kairo am besten und sichersten bewegt, wo man wunderbar alleine spazieren gehen kann und welche Orte man lieber mit einem Guide besichtigt. Die Reiseleiter, mit denen wir zusammenarbeiten, wissen ganz genau, was wir von ihnen erwarten: eine individuelle Betreuung und absolut keine Massenabfertigung. AuĂźerdem verraten wir unseren Gästen, wo man richtig gut lokal essen kann, und bleiben während ihres gesamten Aufenthalts per WhatsApp mit ihnen in Kontakt. Falls Fragen auftauchen, können sie sich jederzeit an uns wenden.


Healthy Lady: Was ist dein persönlicher Lieblingsort in Ägypten, an dem du dich am meisten „zuhause“ fühlst, und warum?

Aleksandra Helail: Unser Zuhause in Kairo. Wir haben dort viele Jahre gelebt, es bleibt fĂĽr immer mein Zuhause, auch jetzt, wo wir zwischen Kairo und Berlin leben. 

Moderne und Tradition schließen sich in Ägypten nicht aus. Viele Ägypterinnen verbinden Familie, Karriere und gesellschaftliches Engagement miteinander. (Bild: Bassel Zaki/ Pexels)

Das A und O fürs Auswandern: Warum der Blick über den Tellerrand alles verändert

Healthy Lady: Wenn eine Frau heute vor dir steht und sagt: „Ich möchte alles in Europa aufgeben und nach Ă„gypten ziehen“, was ist der wichtigste Rat, den du ihr gibst?

Aleksandra Helail: Dass sie diesen Schritt niemals impulsiv wagen sollte! Man sollte sich zuerst intensiv mit der Kultur und der Religion des Landes auseinandersetzen. Und vor allem: Man sollte das echte Leben dort vorab ausprobiert haben, und sei es nur fĂĽr einen kurzen Zeitraum. Tourist zu sein, ist etwas völlig anderes, als dort zu leben! Ich wĂĽrde definitiv nicht sofort alle Zelte in Europa abbrechen, solange man vor Ort noch keine Wohnung und keine sichere Arbeitsstelle hat. Eine gut durchdachte Vorbereitung ist hier einfach das A und O.


Healthy Lady: Welche Botschaft möchtest du mit deiner Arbeit, deinen BĂĽchern und deinen Videos am Ende in die Welt tragen?

Aleksandra Helail: Ich möchte den Menschen zeigen, dass man die Welt nicht nur aus der eigenen Perspektive betrachten sollte. Was ist, wenn andere Menschen Dinge ganz anders sehen oder verstehen als wir? Wir mĂĽssen nicht immer alles begreifen, aber wir sollten einander eine Chance geben und den Dialog suchen. Wer weiĂź, vielleicht lernen wir dadurch sogar etwas dazu? Nur weil wir etwas nicht nachvollziehen können, heiĂźt das noch lange nicht, dass unsere eigene Ansicht die einzig richtige ist.


Gut zu wissen: Wer mehr ĂĽber Aleksandras Arbeit erfahren, ihre BĂĽcher lesen oder einen ihrer Dialektkurse belegen möchte, findet alle Informationen und tägliche Einblicke auf ihrem Instagram-Kanal unter @aleksandra_helail

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Gärtnern gegen Stress: Wie Hortitherapie das Wohlbefinden fördern kann

Gärtnern gegen Stress: Wie Hortitherapie das Wohlbefinden fördern kann

Wenn meine 88-jährige Omi zwischen Tomatenstauden und Rosenbeeten steht, arbeitet sie nicht nur, sie tankt auf. „Das ist mein Ruhepol“, sagt sie über ihre 2000 Quadratmeter grüne Oase, die sie seit Jahrzehnten selber pflegt. Dabei verklärt sie die harte Realität hinter dem Idyll keineswegs. Sie kennt die Rückenschmerzen nach dem Jäten, das zähe Warten während einer Dürreperiode und die Disziplin, die ein Stück Land verlangt. Dennoch würde sie keinen einzigen Tag missen wollen. Der Garten, so sagt sie, sei ihr Lehrmeister in Sachen Geduld, Dankbarkeit und Achtsamkeit für die vermeintlich kleinen Dinge des Alltags.

Was Generationen vor uns rein intuitiv als Kraftquelle nutzten, wandelt sich gerade von der vermeintlichen Senioren-Beschäftigung zum generationenübergreifenden Megatrend. Immer mehr junge Menschen suchen den Ausgleich in der Erde und die Wissenschaft gibt ihnen recht. Unter dem Begriff Hortitherapie erobert ein Konzept die moderne Medizin und Psychologie. Hier wird das Graben, Pflanzen und Ernten zur gezielten Therapie, die nachweislich den Blutdruck senkt, Stresshormone abbaut und die Seele wieder ins Gleichgewicht bringt.


Was genau ist Hortitherapie?

Der Begriff stammt vom lateinischen Wort hortus fĂĽr Garten. Hortitherapie bedeutet vereinfacht gesagt Therapie durch Gärtnern und den bewussten Kontakt mit Pflanzen.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl sogar selbst. Du gießt ein paar Pflanzen auf dem Balkon, schneidest verwelkte Blüten ab oder pflanzt Kräuter um und merkst plötzlich, dass du seit einer halben Stunde an nichts anderes gedacht hast. Genau dieser Effekt macht die Hortitherapie so interessant.

In Reha-Einrichtungen, psychosomatischen Kliniken und Seniorenzentren wird die Arbeit mit Pflanzen deshalb schon lange genutzt. Nicht, weil Blumen Krankheiten heilen können, sondern weil Gartenarbeit Struktur gibt, Erfolgserlebnisse schafft und dabei hilft, für einen Moment aus dem Gedankenkarussell auszusteigen.


Warum Pflanzen unserer Psyche so guttun

Zum einen kann die Beschäftigung mit Pflanzen helfen, Stress abzubauen. Zum anderen lenkt Gartenarbeit die Aufmerksamkeit weg von kreisenden Gedanken und hin zu einer konkreten Tätigkeit im Hier und Jetzt.

Während du Erde zwischen den Fingern spürst, Samen einsetzt oder Blätter berührst, wird dein Kopf gezwungen, für einen Moment langsamer zu werden. Viele Therapeutinnen und Therapeuten sprechen deshalb von einer natürlichen Form der Achtsamkeit.

Der Duft von Kräutern und Blumen, der Kontakt mit der Erde und die Konzentration auf einfache, wiederkehrende Handgriffe schaffen einen bewussten Gegenpol zum hektischen Alltag. Gleichzeitig werden Bewegung, Koordination und Feinmotorik gefördert. Kein Wunder also, dass die Hortitherapie in verschiedenen therapeutischen und rehabilitativen Einrichtungen seit Jahren eingesetzt wird.


Die unterschätzte Kraft der Selbstwirksamkeit

Ein weiterer Grund, warum Hortitherapie so gut funktioniert, liegt in einem psychologischen Prinzip, das Fachleute Selbstwirksamkeit nennen.

Wenn du einen Samen einpflanzt, ihn pflegst und einige Wochen später die ersten grünen Triebe entdeckst, erlebst du unmittelbar, dass dein Handeln etwas bewirken kann.

Gerade Menschen, die sich erschöpft, gestresst oder überfordert fühlen, verlieren dieses Gefühl im Alltag oft. Pflanzen geben es zurück. Jede Blüte und jede Ernte wird zu einem kleinen Erfolgserlebnis.


So kannst du Hortitherapie im eigenen Garten ausprobieren

Du brauchst dafür keinen perfekt angelegten Landschaftsgarten. Schon wenige Quadratmeter reichen aus. Beginne mit Pflanzen, die unkompliziert wachsen und schnell Erfolgserlebnisse liefern. Besonders geeignet sind Kräuter wie Basilikum, Minze, Schnittlauch oder Petersilie. Auch Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Lavendel gelten als pflegeleicht.

Nimm dir bewusst Zeit für die Tätigkeit. Lasse das Handy im Haus, arbeite ohne Zeitdruck und konzentriere dich ganz auf das, was du gerade tust. Es geht nicht darum, möglichst viel zu schaffen. Es geht darum, präsent zu sein.


Kein Garten? Kein Problem

Die gute Nachricht ist, dass Hortitherapie nicht an einen Garten gebunden ist. Schon ein einzelner Blumentopf auf dem Balkon kann ähnliche Effekte haben. Kräuter auf der Fensterbank, Tomatenpflanzen im Kübel oder kleine Zimmerpflanzen bieten ebenfalls die Möglichkeit, regelmäßig mit Pflanzen in Kontakt zu kommen.

Besonders beliebt sind derzeit Mini-Kräutergärten in der Küche. Sie benötigen wenig Platz und verbinden die Freude am Gärtnern mit einem praktischen Nutzen im Alltag.

Auch Zimmerpflanzen können Teil einer persönlichen Hortitherapie sein. Das regelmäßige Gießen, Umtopfen und Pflegen schafft kleine Rituale, die beruhigend wirken können.


Gemeinschaftsgärten und Mietgärten als Alternative

Wer keinen eigenen Garten besitzt, muss auf das Erlebnis ebenfalls nicht verzichten. In vielen Städten gibt es inzwischen Gemeinschaftsgärten, Urban-Gardening-Projekte oder Mietgärten. Dort können Interessierte eigene Beete bewirtschaften, gemeinsam pflanzen und sich mit anderen austauschen.

Gerade für Menschen, die sich einsam fühlen oder mehr soziale Kontakte suchen, bieten solche Projekte einen zusätzlichen Vorteil. Sie verbinden Naturerleben mit Gemeinschaft. Viele Kommunen, Vereine und Umweltinitiativen informieren online über freie Gartenflächen und Mitmachprojekte in der jeweiligen Region.


Kleine Rituale mit groĂźer Wirkung

Hortitherapie muss nicht mehrere Stunden dauern, um wirksam zu sein. Schon zehn Minuten täglich können einen Unterschied machen.

Gieße morgens deine Pflanzen bewusst. Beobachte neue Triebe. Entferne verwelkte Blätter. Reibe ein Blatt Minze zwischen den Fingern und nimm den Duft wahr. Diese kleinen Momente wirken unscheinbar. Genau darin liegt ihre Stärke. Sie holen dich für einen Augenblick aus dem Gedankenkarussell heraus und lenken den Blick auf etwas, das wächst, gedeiht und Zeit braucht.


Die Natur erinnert uns an etwas Wichtiges

Meine Oma würde wahrscheinlich nie von Hortitherapie sprechen. Für sie ist es einfach ihr Garten. Ein Ort, an dem sie abschalten kann, an dem sie jeden Tag etwas zu tun hat und an dem immer wieder etwas Neues wächst.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Gartenarbeit seit Generationen Menschen begeistert. Nicht wegen perfekter Blumenbeete oder großer Ernten, sondern wegen der kleinen Momente dazwischen. Der erste grüne Trieb im Frühjahr, der Duft frischer Kräuter oder die Freude über die erste selbst geerntete Tomate.