„Sie sagten, wir seien verrückt.“ – Warum ein Paar sein sicheres Leben für 365 Inseln in der Karibik aufgab
Das Leben in der Karibik an Bord einer Yacht, begleitet vom Wind, der Sonne und dem sanften Rhythmus der Wellen, die gegen den Rumpf des Bootes schlagen. Für viele ist das nur ein ferner Traum. Für Aga und Paweł, das eingespielte Team von Sailing La Vision, ist es längst Realität. Während sie als gute Seele an Bord mit viel Herz und Intuition dafür sorgt, dass aus Fremden Freunde werden, lenkt er die Yacht als besonnener Kapitän mit ruhiger Hand und einer tiefen Leidenschaft für Abenteuer durch das kristallklare Wasser. Gemeinsam verkörpern sie eine inspirierende Botschaft. Freiheit fällt nicht einfach vom Himmel. Sie ist die Belohnung für all jene, die den Mut haben, ihren eigenen Kurs zu setzen.
Wo der feste Boden endet, beginnt die Vision
Heute begeben wir uns an Bord ihrer Yacht auf eine Reise zu den San-Blas-Inseln, einem tropischen Archipel aus rund 365 winzigen Eilanden, die wie Perlen im türkisfarbenen Meer vor der Küste Panamas verstreut liegen. Es ist ein Ort, der selbst erfahrenen Weltenbummlern den Atem raubt. Wer hier ankommt, merkt schnell, dass die Zivilisation weit entfernt ist. Hotels, Straßen und der Lärm der Stadt sucht man hier vergeblich. Es gibt nur Natur in ihrer ursprünglichsten Form, fast so, als wäre sie noch immer so erhalten, wie Gott sie schuf. Wer glaubt, das wahre Paradies liege auf den Malediven oder den Seychellen, wird hier eines Besseren belehrt. Wahre Schönheit braucht keine fünf Sterne und kein Blitzlichtgewitter.
Die Entscheidung, das sichere Land gegen den unberechenbaren Ozean einzutauschen, wirkt für viele wie Wahnsinn. Vielleicht ist sie das auch ein wenig. Doch genau dort, wo man den festen Boden unter den Füßen verliert, beginnt oft das eigentliche Leben. Die beiden Polen fanden den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Vor drei Jahren ließen sie ihr Stadtleben in Frankreich hinter sich, kündigten ihre sicheren Jobs, verkauften ihr Hab und Gut und tauschten die tägliche Routine gegen das Abenteuer des offenen Ozeans.
In Kolumbien, unter der heißen Sonne Südamerikas, fanden sie schließlich ihr Boot. Eine Yacht mit Geschichte, der sie mit viel harter Arbeit neues Leben einhauchten. Heute ist die Vision mehr als nur ihr Zuhause. Sie ist das Symbol für ihren Traum von Freiheit und einer selbstgeschriebenen Lebensgeschichte.

10 auf der Beaufortskala
Wer an Bord kommt, merkt schnell, dass dies kein gewöhnlicher Urlaub ist, sondern eine Erfahrung, die lange in Erinnerung bleibt. Schon der erste Morgen barfuß an Deck, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und dem Blick auf das endlose Blau, bringt eine Ruhe, die im Alltag oft fehlt. Mit ihrer Yacht bieten Aga und Paweł Segelreisen für kleine Gruppen aus aller Welt an. Die Tage verlaufen entspannt zwischen Segeln, Gesprächen unter freiem Himmel und Landgängen auf einsamen Inseln. Man taucht an Korallenriffen, erkundet den Dschungel oder besucht die Dörfer der Guna, die seit Generationen im Einklang mit der Natur leben.
Doch selbst über dem Paradies liegen manchmal Schatten, und sie werden von der wahren Herrscherin bestimmt, dem Wetter. An einem Tag schenkt sie Windstille und spiegelglattes Wasser, am nächsten erinnert sie kraftvoll daran, wer hier wirklich das Sagen hat. Wer ihre Zeichen ignoriert, merkt schnell, wie klein der Mensch gegenüber den Kräften des Ozeans ist.
Kampf gegen die Urgewalt
Healthy Lady: Ihr lebt inmitten einer wilden Natur, die euch nicht nur paradiesische Ausblicke schenkt, sondern auch gewaltige Kräfte entfesselt. Gab es Momente, in denen „10 Beaufort“ nicht mehr nur eine Zahl im Wetterbericht war, sondern purer Überlebenskampf?
Aga: Eigentlich ist die goldene Regel: Vermeide solche Situationen um jeden Preis, indem du die Wetterkarten im Auge behältst. Aber Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe. Wir sind schon mitten auf dem Meer in schwere Unwetter geraten. Wenn ich ehrlich bin, war das unsere eigene Schuld. Wir hatten den perfekten Moment für die Überfahrt nach Mexiko schlichtweg verpasst und sind erst losgekommen, als die Hurrikan-Saison eigentlich schon begonnen hatte.
Unser Ziel war noch 2000 Seemeilen weit weg und wir hatten keine Wahl: Wir mussten segeln, denn die einzige Alternative zu den nächtlichen Gewittern wären echte Hurrikans gewesen. Fast jede Nacht zogen diese Gewitterfronten auf. Ohne das Radar hätten wir keine Chance gehabt, ihnen irgendwie auszuweichen.
An einem Abend passierte es dann, wir saßen in der Falle. Von der Küste kam eine schwere Gewitterzelle herunter und vom offenen Meer schoben sich pechschwarze Wolkenwände auf uns zu. Es gab keinen Ausweg mehr. Wir waren zu dritt, drei polnische Yachten im Verbund, ganz dicht beieinander, um uns über Funk noch irgendwie hören zu können.
Und dann ging es los. Überall um uns herum schlugen die Blitze ein. Wir haben unsere Freunde völlig aus den Augen verloren und komplett die Orientierung verloren, weil plötzlich die gesamte Navigation ausgefallen ist. Ich konnte die Augen gar nicht mehr aufmachen, so sehr hat das gleißende Licht der Blitze geblendet, die direkt neben dem Boot ins Wasser krachten. In diesem Moment war ich mir sicher: Entweder trifft uns ein Blitz oder wir kollidieren bei dieser Sicht mit einer der anderen Yachten. Bis heute habe ich keine Ahnung, durch welches Wunder uns nichts passiert ist.

Healthy Lady: Ihr habt mit der Vision fünf Länder Lateinamerikas durchquert – das klingt nach einem einzigen großen Abenteuer. Welches Erlebnis war für euch das schönste, welches das außergewöhnlichste und welches das schlimmste? Gibt es ein Land oder einen Ort, den ihr besonders ins Herz geschlossen habt oder der euch im Gegenteil eher abgeschreckt hat?
Paweł: Ein Abenteuer war es definitiv. Vor allem, weil wir vorher nie Kontakt zur Kultur Mittelamerikas oder Mexikos hatten. Als wir aufbrachen, sprachen wir nicht einmal Spanisch. Es ist eine einmalige Erfahrung, am eigenen Leib zu spüren, wie das Leben der indigenen Bevölkerung Amerikas wirklich aussieht.
Doch was uns immer am tiefsten in Erinnerung bleibt, ist die Natur. Das wohl schönste Phänomen, das wir je gesehen haben, ist die Biolumineszenz. Wir haben viel Zeit auf dem Pazifik verbracht, wo sie uns ständig begleitete. Auf unseren Nachtfahrten, erst in Richtung Mexiko und später nach Panama, hatten wir praktisch jede Nacht eine Logenplatz-Garantie für dieses Spektakel.
Nicht nur das Wasser, das am Bug der Yacht aufspritzte, leuchtete – auch alles, was die Meerestiere unter der Oberfläche bewegten. Wir werden niemals den Anblick der Delfine vergessen, deren Umrisse durch das Leuchten so klar erkennbar waren, als wären sie mit Licht gemalt. Reine Magie. Das Schlimmste hingegen sind die Gewitter, von denen wir schon erzählt haben. Die Natur ist unberechenbar und sie hat uns schon einige Male ordentlich zugesetzt.
Aga: Wir werden niemanden überraschen, wenn wir sagen, dass San Blas unser absoluter Lieblingsort ist. Aber fast genauso weit oben in unserem persönlichen Ranking steht der Golf von Kalifornien in Mexiko. Das ist die absolute Einöde – eine einzige, riesige Wüste voller Kakteen. Jeden Winter kommen Wale aus Alaska in das Mar de Cortés, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen. Dazu kommen Walhaie, ganze Schwärme von Rochen und Seelöwen. Nirgendwo sonst haben wir eine so unglaubliche Vielfalt an Wildtieren erlebt.
Einen weiten Bogen machen wir hingegen um typische Touristenorte, die klassischen Resorts. Wir haben uns die Yacht schließlich nicht gekauft, um unsere Zeit in Menschenmassen zu verbringen.
Healthy Lady: Habt ihr eigentlich keine Angst vor wilden Tieren oder Tropenkrankheiten? Gab es mal eine Begegnung, die euch so richtig in den Knochen steckt?
Aga: Natürlich haben wir Respekt, aber wir lassen uns die Weltreise nicht von der Angst diktieren. Wir sind gegen alles geimpft, was geht, sprühen uns fleißig mit Insektenschutz ein und halten zu gefährlichen Tieren lieber Sicherheitsabstand. In den Dschungel gehen wir zum Beispiel nur mit einheimischen Guides – die sehen eine Schlange schon meilenweit gegen den Wind, während wir noch ahnungslos durchs Gebüsch stolpern.
Aber manchmal halten die wilden Tiere eben keinen Abstand, sondern kommen direkt zu uns an Bord. Als wir gerade von Kolumbien nach Panama rübergekommen waren und in einer gottverlassenen Bucht vor Anker lagen, hatten wir plötzlich einen blinden Passagier auf der Vision. In einem kleinen Staufach ganz vorne am Bug hockte ein Wesen, das aussah wie eine Kreuzung aus Katze, Lemur und Affe. Wir hatten keine Ahnung, was das war.
Wir waren auch ehrlich gesagt nicht mutig genug, das Vieh einfach anzupacken und an Land zu bringen. Also sind wir mit dem Dinghy zu zwei Pfahlhütten rübergerudert, wo ein paar Guna-Indianer lebten, und haben sie um Hilfe gebeten. Die verstanden zwar kaum ein Wort, aber für ein paar Kekse und eine Cola waren sie dabei.
Doch stell dir meine Augen vor, als die Indianer plötzlich völlig panisch vom Staufach zurückwichen und laut „Diablo!“ schrien. Unser flauschiger Gast dachte nämlich gar nicht daran, das Schiff kampflos zu räumen. Er schoss aus seinem Versteck, fauchte uns an und fuhr die Krallen aus. Er baute sich auf den Hinterbeinen an der Reling auf und machte sich so groß er konnte – ein richtiges kleines Monster.
Ich weiß nicht, was wir gemacht hätten, wenn er uns angegriffen hätte. Aber zum Glück hat er seine Siegchancen wohl nicht so hoch eingeschätzt und ist mit einem Satz über Bord gesprungen. Wir haben dann noch eine halbe Stunde lang mit weichen Knien beobachtet, wie seine Augen im Dunkeln im Wasser leuchteten, bis er endlich im Gebüsch verschwand.
Das Beste kommt aber noch: Hinterher haben wir herausgefunden, dass unser „gefährliches Biest“ ein Wickelbär war. Ein kleiner Verwandter des Waschbären, der sich fast nur von Honig und Obst ernährt. Aber ich sag dir: In dieser Nacht sah er alles andere als süß aus!

Alles auf eine Karte
Healthy Lady: Wie kam es zu der Idee, ein so ungewöhnliches Leben zu führen und das sichere Leben an Land gegen ein Leben auf dem Meer einzutauschen? Was habt ihr in Europa außer euren Familien zurückgelassen?
Paweł: Die Idee kam ganz unerwartet bei einem Firmenevent. Ich war für ein Wochenende auf den Masuren segeln und mir wurde wieder bewusst, wie viel Freude das Segeln macht. Ich begann mich zu fragen, ob wir uns vielleicht ein eigenes Boot leisten könnten. Auf der Suche nach Antworten stieß ich auf YouTube-Kanäle von Menschen, die dauerhaft auf ihren Booten leben und ihr Leben auf See dokumentieren. Das war ein echter Wendepunkt.
Bis dahin wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass man auf einem Segelboot auch wirklich dauerhaft wohnen kann. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich alles über das Segeln und die Reparatur von Yachten lernen musste. Und natürlich musste ich Aga davon überzeugen, unser ganzes Leben umzukrempeln. Irgendwie war ich mir sicher, dass das funktionieren würde.
Die nächsten Jahre verbrachten wir damit, unseren Plan immer weiter auszuarbeiten. Im Mai 2022 fanden wir schließlich die Vision. Eigentlich hatten wir nie vor, ein Boot außerhalb Europas zu kaufen, schon gar nicht in Kolumbien. Aber manchmal entscheidet das Leben selbst über den Kurs. Die Idee, schrittweise auf ein Boot zu ziehen und gleichzeitig weiter zu arbeiten, war damit vom Tisch. Wir setzten alles auf eine Karte. Wir kündigten unsere Jobs, verkauften unser Auto, packten unser Leben in vier Koffer und flogen im November nach Südamerika, ohne Rückflugticket. Ein kleiner Vorteil war, dass wir schon einige Jahre zuvor Polen verlassen hatten und inzwischen in Frankreich lebten. Die Distanz zu Familie und Freunden kannten wir also bereits. Wir führten dort ein komfortables Leben und arbeiteten beide in Managementpositionen. Gerade deshalb war die Entscheidung, alles hinter uns zu lassen, für unser Umfeld wohl der größte Schock.
Healthy Lady: Wie plant man überhaupt eine solche Auswanderung? Wo fängt man an, wenn man sein bisheriges Leben hinter sich lassen möchte?
Paweł: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht mit Geld beginnt. Segeln und um die Welt reisen klingt natürlich sehr romantisch, aber ohne die nötigen finanziellen Mittel wäre das alles nicht möglich. Einen Segelboot zu besitzen und zu betreiben ist teuer. Wir scherzen oft mit Freunden darüber, dass es völlig egal ist, wie viel Geld man für ein Boot einplant. Am Ende gibt man sowieso alles aus, was man hat.
Unsere Vorbereitung begann mit viel Recherche. Wir wollten genau wissen, wie viel das Leben in den Ländern kostet, die wir besuchen wollten, und welche Ausgaben beim Unterhalt eines Segelboots auf uns zukommen würden. Dann haben wir das auf unsere Arbeitszeit umgerechnet und festgestellt, dass wir in zwei bis drei Jahren genug Geld sparen könnten, um etwa zwei Jahre auf Reisen zu leben. Danach mussten wir unseren Plan nur noch konsequent umsetzen. In dieser Zeit nahmen wir an mehreren Segeltörns in warmen Gewässern teil und machten unseren Segelschein in Kroatien. Als wir schließlich das Gefühl hatten, zumindest ein bisschen Erfahrung gesammelt zu haben, kauften wir die Vision. Unser erster Törn allein brachte uns allerdings schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Wir mussten ihn abbrechen und in den Hafen zurückkehren. Da wurde uns klar, dass uns noch eine Menge Erfahrung fehlte.
Healthy Lady: Wie sah der Tag aus, an dem ihr Europa endgültig verlassen habt? Gab es Menschen, die versucht haben, euch von diesem Schritt abzuhalten? Wie haben eure Familien auf diesen „verrückten“ Plan reagiert, auf einem Boot in Südamerika zu leben?
Aga: Paweł hat seiner Familie von Anfang an von dieser Idee erzählt. Natürlich waren sie zunächst skeptisch, aber wir wussten immer, dass wir auf ihre Unterstützung zählen können. Ich selbst habe meinen Eltern von unserem verrückten Plan erst einen Tag vor unserem Flug erzählt, als wir nach Kolumbien reisen wollten, um uns eine Yacht anzusehen. Erst wenn sie dieses Interview lesen, werden sie erfahren, dass unsere ganze Geschichte eigentlich schon zwei Jahre früher begonnen hat. Zu meiner großen Überraschung hat jedoch niemand versucht, uns von unserer Entscheidung abzubringen. Natürlich hielten uns alle ein bisschen für verrückt, aber gleichzeitig haben sie uns sehr dabei unterstützt, diesen Traum zu verwirklichen.
Der Tag unserer Abreise verlief allerdings ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Eigentlich sollte mein Vater mit uns nach Kolumbien fliegen, um uns sowohl technisch als auch moralisch zu unterstützen. Doch drei Wochen vor dem Abflug erlitt er einen Schlaganfall und musste ins Krankenhaus. Eine Körperseite war gelähmt. Von einem Tag auf den anderen bat ich meinen Chef um die Möglichkeit, vorübergehend aus Polen zu arbeiten. Die letzten Wochen in Europa verbrachte ich daher bei meinem Vater auf der neurologischen Station. Währenddessen regelte Paweł noch die letzten Dinge in Frankreich und packte all unser Hab und Gut in unseren Opel. Als wir schließlich in Polen ankamen, blieb kaum Zeit. Wir packten nur noch unsere Sachen um und verabschiedeten uns von der Familie. Bis zum letzten Moment wusste ich nicht, ob ich wirklich fliegen oder den Flug verschieben sollte. Es war keine leichte Entscheidung, und ich habe noch lange danach mit ihr gerungen.

Ein Zuhause, das man sich selbst bauen musste
Healthy Lady: Wie habt ihr eure Yacht gefunden? War es Liebe auf den ersten Blick? Was habt ihr gedacht, als ihr sie zum ersten Mal gesehen habt? Wusstet ihr sofort, dass sie einmal euer Zuhause sein würde?
Aga: Unter Seglern gibt es ein bekanntes Sprichwort. Ein Bootseigner lächelt nur zweimal. Das erste Mal, wenn er das Boot kauft, und das zweite Mal, wenn er es verkauft. Wir hörten diesen Satz zum ersten Mal von anderen Seglern, denen wir voller Begeisterung erzählten, dass wir eine wirklich tolle Yacht gefunden hatten, die angeblich nicht viel Arbeit brauchen würde. Schon nach den ersten Tagen in der Werft verstanden wir, was sie damit meinten. Am Anfang waren wir aber einfach voller Begeisterung.
Die Vision entdeckten wir schließlich in einer Facebook-Gruppe. Zuerst waren wir eher zurückhaltend, vor allem wegen der großen Entfernung. Am Ende überzeugte uns jedoch, dass die Yacht viele Punkte auf unserer Wunschliste erfüllte und der Besitzer bereit war, über den Preis zu verhandeln. Relativ spontan entschieden wir uns, nach Kolumbien zu fliegen, um sie uns anzusehen. Ehrlich gesagt hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass genau diese Yacht unser neues Zuhause werden könnte. Wie wichtig mir das war, wurde mir erst richtig bewusst, als bei der technischen Inspektion in der Werft plötzlich mehrere Mängel auftauchten, von denen wir vorher nichts gewusst hatten. Plötzlich stand der Kauf der Vision wieder auf der Kippe.
Healthy Lady: Ihr habt die Vision selbst renoviert und wieder instand gesetzt. Was war dabei am schwierigsten? Wann hattet ihr das Gefühl, dass sie wirklich euer Zuhause geworden ist?
Paweł: Wir hatten erwartet, dass es mit einem Boot ähnlich ist wie mit einem Auto oder einer Hausrenovierung. Man findet überall Fachleute, die die Arbeit übernehmen. Die Realität sah jedoch ganz anders aus. In diesem Teil der Welt ist die Arbeitskultur kaum mit der in Europa zu vergleichen. Niemand hat es eilig und nur selten fühlt sich jemand wirklich verantwortlich. Das war für uns schwer zu akzeptieren, vor allem weil es um unser gesamtes Hab und Gut ging. Schritt für Schritt begann ich deshalb, jedes System an Bord selbst zu verstehen. Ich reparierte jede Störung selbst und plante gleichzeitig weitere Verbesserungen. Am einfachsten waren für mich die Arbeiten an der Elektrik, weil ich in diesem Bereich studiert habe. Am schwierigsten bleiben bis heute Reparaturen am Dieselmotor.
Zum Glück haben wir auf unserem Weg viele großartige Menschen kennengelernt, die ihr Wissen mit uns geteilt und uns immer wieder geholfen haben. Auch dank dieser anderen Segler fühlten wir irgendwann, dass dies nun unser Platz auf der Welt ist. Ein Leben in einer so engen Gemeinschaft hatten wir zuvor noch nie erlebt. Wenn jemand ein Problem hat, lassen hier alle anderen alles stehen und liegen und helfen. So ist mit der Zeit unsere große Cruisers Familie entstanden.

Healthy Lady: Gab es Momente des Zweifelns? Zeiten, in denen ihr eure Entscheidung bereut habt?
Aga: Natürlich. Am Anfang gab es kaum eine Woche, in der ich mich nicht gefragt habe, was uns eigentlich geritten hat. Ständige Reparaturen, immer neue Baustellen, wechselndes Wetter und Probleme mit Behörden. So hatten wir uns unsere Reise nicht vorgestellt. Nach ein paar Monaten wurde es langsam besser. Trotzdem kam irgendwann der Punkt, an dem die Vision sogar auf einer Verkaufsplattform landete. Heute wissen wir, dass fast alle Cruiser diese Phase erleben. Ganz egal, wie gut sie sich auf dieses Leben vorbereitet haben.
San Blas – dort, wo die Zeit stehen geblieben ist
Healthy Lady: Warum gerade San Blas? Was ist an diesem Ort so besonders? Wie sind die Menschen, die dort leben? Wie sieht das Leben unter den indigenen Bewohnern, den Guna-Indianern, aus?
Paweł: Wir sind eigentlich eher zufällig hier gelandet. Wie die meisten Europäer hatten wir zuvor noch nie von diesem Archipel gehört. Ursprünglich wollten wir zu den Bahamas und weiter in die östliche Karibik segeln. Als wir jedoch bereit waren, Kolumbien zu verlassen, war es bereits zu spät, um noch in diese Richtung aufzubrechen.
In der Gegend um Cartagena beginnen im Winter starke Winde zu wehen, die das Segeln sehr schwierig machen. Andere Segler rieten uns deshalb, die Richtung zu ändern und mit den Wellen nach Panama zu segeln. Zuerst landeten wir in einer Bucht an der Grenze zwischen Kolumbien und Panama. Das Festland ist von dichtem Dschungel bedeckt, durch den sich Migranten ihren Weg bahnen, die versuchen, in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Die meisten Inseln sind unbewohnt. Nur auf einigen wenigen haben die indigenen Bewohner ihre Dörfer gebaut. In den drei Wochen, die wir dort verbrachten, sahen wir nur eine einzige Yacht. Kein Wunder also, dass wir überall, wo wir auftauchten, großes Interesse bei den Einheimischen auslösten.
Ganz ungeplant nahmen wir in einem der größten traditionellen Dörfer an den Feierlichkeiten zum 98. Jahrestag der Revolution in Guna Yala teil. Wir sahen eine Nachstellung der Kämpfe mit der panamaischen Polizei, hörten Musik auf Instrumenten, die an Panflöten erinnerten, und beobachteten Frauen der Guna, die im Rhythmus dieser Musik tanzten. Als das Programm schließlich den Punkt erreichte, an dem überall selbst gebrannter Alkohol ausgeschenkt wurde, beschlossen wir, dass es Zeit war, zu unserer Vision zurückzukehren. Danach segelten wir weiter nach Westen entlang der Küste und erreichten schließlich die Bucht von San Blas, also den bekanntesten Teil von Guna Yala. Vor uns lag kristallklares Wasser, weite Korallenriffe und noch mehr unbewohnte Inseln. Wieder einmal hatte das Schicksal unseren Kurs bestimmt. Dieses Mal waren wir ihm dafür jedoch sehr dankbar. Es ist ein einzigartiger Ort und wir empfinden es als großes Privileg, ihn noch erleben zu dürfen, bevor er eines Tages vielleicht im Meer verschwindet.

Healthy Lady: Wie würdet ihr die Natur dort beschreiben? Die Tiere, das Meer und den Rhythmus des Lebens? Und worin unterscheidet sich das Leben in Südamerika von dem in Europa?
Aga: Im Alltag begegnen wir vor allem der Meeresfauna. An fast jedem Korallenriff sieht man bunte Fische, schlafende Haie und Langusten, die sich unter Steinen verstecken. Im flachen Wasser rund um die Inseln liegen oft orangefarbene Seesterne und verschiedene Arten von Rochen. Bei ihnen muss man besonders vorsichtig sein, damit man nicht versehentlich auf einen tritt. Das kann sehr schmerzhaft enden. Manchmal begleiten uns auch Delfine, die auf der Bugwelle des Bootes surfen, und Meeresschildkröten, die auf den Unterwasserwiesen grasen. Im Dschungel kann man mit etwas Glück Vögel, Affen, Faultiere und sogar Krokodile entdecken.
Vor allem wegen dieser Natur unterscheidet sich das Leben in Mittelamerika stark von dem in Europa. Hier hängt vieles vom Wetter und von den Jahreszeiten ab. Wenn die Regenzeit beginnt, weiß man zum Beispiel, dass viele Straßen unpassierbar werden können. Viele Menschen leben unter einfachen Bedingungen und haben nur wenige Perspektiven auf Veränderung. Trotzdem sind sie sehr offen und hilfsbereit. In den kleineren Orten kennt man sich meist untereinander und begegnet sich mit großer Herzlichkeit.
Healthy Lady: Und wie schmeckt das Paradies? Was isst man auf den Inseln und was sollte man unbedingt probieren?
Paweł: Auf den Tellern in San Blas steht ganz klar die Languste im Mittelpunkt. Das ist ein großer Krebs, der dem Hummer ähnelt. Außerdem werden viele verschiedene Fische, Krabben und Meeresschnecken gegessen. Eine Beilage, die man unbedingt probieren sollte, sind Patacones, also frittierte Kochbananen, sowie Kokosreis.
Wir empfehlen jedem auch frisches Kokoswasser direkt aus der Nuss zu trinken und das weiche Fruchtfleisch zu essen. Wusstest du, dass eine einzige Kokosnuss mehr als tausend Kalorien haben kann. Sie kann problemlos eine ganze Mahlzeit ersetzen. Etwas, das wir selbst noch nicht probiert haben, ist Krokodilfleisch. Wir wissen, dass einige ältere Mitglieder der Guna es noch zubereiten, doch heute gehört es nicht mehr zum alltäglichen Essen.
Healthy Lady: Lateinamerika gilt oft als gefährlich. Wie erlebt ihr das selbst? Fühlt ihr euch dort sicher? Gibt es Orte, die man besser meiden sollte?
Aga: Während unserer Reise waren wir in Ländern, die häufig als besonders gefährlich gelten. Dazu gehören El Salvador, Panama, Mexiko und Kolumbien. Wir kennen zwar keine genauen Statistiken zur Kriminalität, aber in den drei Jahren unserer Reise haben wir keine einzige unangenehme Situation erlebt.
Natürlich sollte man immer gesunden Menschenverstand handeln und zum Beispiel Orte meiden, an denen mit illegalen Substanzen gehandelt wird. Die meisten Einheimischen wissen auch sehr gut, dass es ihrer Gemeinde finanziell schaden würde, wenn Touristen Probleme bekommen. Deshalb werden Besucher in der Regel respektvoll behandelt.
Healthy Lady: Viele Menschen glauben, Piraten gäbe es nur noch in Geschichten. Wie sieht die Realität heute aus? Seid ihr auf euren Reisen schon einmal auf Piraterie gestoßen?
Paweł: Leider ja. Es gibt sogar Onlinekarten, auf denen verschiedene Zwischenfälle auf See eingetragen werden. In unserer Region muss man besonders an der Karibikküste von Nicaragua vorsichtig sein. Wir haben Geschichten über Fischerboote gehört, die dort Segelboote verfolgen. Die beste Möglichkeit, sich davor zu schützen, ist außerhalb ihrer Reichweite zu segeln. Diese Boote haben keine Segel und können sich nur so weit vom Ufer entfernen, wie ihr Treibstoff reicht. Überraschend viele Zwischenfälle werden übrigens auch aus Thailand gemeldet. Man muss allerdings bedenken, dass als Piraterie jede unerlaubte Annäherung oder jedes Eindringen in ein Boot gilt. Dazu gehören auch Diebstähle von Booten, die in Marinas liegen.
Wir selbst gerieten vor etwa zwei Jahren in eine merkwürdige Situation in der Nähe von Nicaragua, allerdings auf der Pazifikseite. Ein großes Fischerboot näherte sich nachts gefährlich dicht dem Boot eines Freundes, blendete ihn mit starken Lichtern und reagierte nicht auf Funkrufe. Als wir etwas Abstand gewinnen konnten, schalteten wir alle Lichter aus und änderten unseren Kurs, damit sie uns in der Dunkelheit nicht mehr finden konnten. Bis heute wissen wir nicht, was ihre Absicht war, aber sie verfolgten uns fast eine Stunde lang.
Eine Einladung ins Paradies

Healthy Lady: Wann kam euch die Idee, euren Traum mit anderen zu teilen und Segelreisen für Gäste anzubieten?
Aga: Der Gedanke war eigentlich von Anfang an irgendwo im Hinterkopf. Trotzdem wollten wir zuerst selbst entdecken, was diese Region alles zu bieten hat, bevor wir die ersten Gäste einladen. Irgendwann standen wir vor einer Entscheidung. Segeln wir mit unseren Freunden weiter nach Französisch-Polynesien, bleiben wir in Mexiko oder kehren wir nach Panama zurück. Wir hatten nicht das Gefühl, dass der richtige Moment für die Überquerung des Ozeans schon gekommen war. Nach mehr als einem Jahr im Land der Tacos brauchten wir außerdem eine Veränderung. Also beschlossen wir, an einen der schönsten Orte der Welt zurückzukehren, nach San Blas, und dieses Abenteuer mit anderen Menschen zu teilen.
Healthy Lady: Was erwartet die Gäste während eines solchen Segeltörns?
Aga: San Blas besteht aus 365 palmengesäumten Inseln, von denen nur etwa vierzig bewohnt sind. Unsere Gäste erwarten dort weiße Sandstrände, kristallklares Wasser, Korallenriffe, frische Kokosnüsse, dichter Dschungel und die Kultur der indigenen Bewohner dieser Region, des Volkes der Guna. Wir sind überzeugt, dass es keine bessere Art gibt, diesen Ort zu erleben, als auf einer Yacht. In Guna Yala gibt es keine Hotels, keine Straßen und keinen Massentourismus. Unter Segeln können wir Inseln erreichen, die von Tagesausflügen aus Panama City gar nicht angesteuert werden. Obwohl dies einer der letzten unberührten Orte der Welt ist, lässt sich San Blas relativ leicht erreichen. Transportunternehmen holen Besucher morgens direkt von ihrem Hotel in Panama City ab. Anschließend geht es mit einem Schnellboot direkt zu unserer Yacht.
Mit unseren Gästen stehen wir bereits einige Wochen vor Beginn des Törns in Kontakt, um bei den Vorbereitungen zu helfen und Fragen zu beantworten. Am einfachsten erreicht man uns über unsere sozialen Netzwerke auf Instagram und Facebook, über WhatsApp oder über unsere Website sanblas.pl.

Healthy Lady: Wie viel kostet eine Reise mit Sailing La Vision und was ist im Preis enthalten?
Aga: In dieser Saison hängt der Preis für einen Aufenthalt auf der Vision von der gewählten Kabine ab. Ein Platz in der kleineren Kabine mit Etagenbett kostet 1050 US Dollar pro Person. Die größere Kabine mit Doppelbett kostet 1350 US Dollar pro Person. Für Paare, die mehr Ruhe und Privatsphäre wünschen, bieten wir auch private Törns für 1750 US Dollar pro Person an. Im Preis enthalten sind zehn Übernachtungen in der gewählten Kabine mit Zugang zu einem privaten Bad, Frühstück, die Betreuung durch den Kapitän, eine Einführung ins Segeln sowie der Service einer Stewardess. Dazu gehören die Versorgung der Yacht mit Lebensmitteln, Kochen und Reinigung.
Außerdem bieten wir auch andere Yachten an, darunter einen geräumigen Katamaran mit glutenfreier Verpflegung. Das ist eine ideale Option für Menschen mit Zöliakie. Alle Törns werden von Personen geführt, die dieses Revier sehr gut kennen. So fühlen sich unsere Gäste sicher und können sicher sein, mit uns die schönsten Orte des karibischen Archipels San Blas zu entdecken. Wir laden alle herzlich ein, noch in dieser Saison mit uns zu segeln. Die Saison dauert bis Mai.
Der Ozean lehrt Demut
Healthy Lady: Was hat euch das Leben auf dem Meer über euch selbst und über die Welt gelehrt?
Paweł: Vor allem Respekt vor den Naturgewalten. Es spielt keine Rolle, wie gut dein Boot ist oder wie erfahren du als Segler bist. Meer und Wind können jederzeit zeigen, wer stärker ist. Wir mussten akzeptieren, dass unser Leben stark vom Wetter abhängt. Das ist eine große Lektion in Demut. Außerdem haben wir mit eigenen Augen gesehen, wie Menschen in ärmeren Teilen der Welt leben. Dadurch haben wir noch mehr verstanden, wie privilegiert wir allein durch die Tatsache sind, in Europa geboren zu sein.
Aga: Und wir haben gelernt, uns wirklich aufeinander zu verlassen. Auf einer Yacht sind wir ein Team, in dem jeder seine Aufgaben hat. Wir müssen beide unseren Teil erfüllen, denn davon hängen unsere Sicherheit und unser gemeinsames Leben an Bord ab.
Healthy Lady: Wie definiert ihr heute Glück nach so vielen Jahren auf dem Ozean? Wie beeinflusst das gemeinsame Leben auf dem Wasser eure Beziehung?
Paweł: Glück bedeutet für mich ein Boot, das in einer schönen, ruhigen Bucht vor Anker liegt, und ein kaltes Bier beim Sonnenuntergang. Dazu kommen unsere Freunde von den anderen Booten, mit denen wir Zeit verbringen können. Nach ein paar Jahren auf dem Meer freuen wir uns vor allem über die kleinen Dinge. Manchmal reicht schon der Gedanke, dass auf dem Boot gerade nichts kaputtgegangen ist.
Das Projekt Yacht ist auch ein großer Test für eine Beziehung. Alles, was auf einem Boot passieren kann, wird früher oder später auch passieren. Darauf waren wir am Anfang nicht vorbereitet. Die vielen Reparaturen, Pannen und Planänderungen haben uns oft überfordert. Es gab niemanden um uns herum, der uns helfen konnte. Meist waren nur wir beide da, und manchmal kam dabei auch viel Frust zum Vorschein. Nach drei Jahren können wir aber sagen, dass wir diese Prüfung bestanden haben. Schließlich sind wir immer noch zusammen.

Healthy Lady: Viele Menschen sprechen von einer besonderen Energie an bestimmten Orten der Welt, zum Beispiel in Mexiko oder Thailand. Spürt ihr so etwas auch auf dem Meer in San Blas? Wenn ja, wie würdet ihr diese Energie beschreiben?
Aga: Menschen, die schon einmal weit draußen auf dem Meer gesegelt sind, werden verstehen, was ich meine. Alle anderen können es sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen. Im Ozean liegt etwas Magisches. In den Sonnenuntergängen, im offenen Wasser und darin, dass am Horizont kein Land zu sehen ist.
Ich selbst bin eigentlich weder besonders romantisch noch eine leidenschaftliche Seglerin. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich manchmal sogar das Segeln weit draußen auf dem offenen Meer vermisse. Früher konnte ich nicht verstehen, wie Menschen mehrere Tage ohne Pause unterwegs sein können, ohne sich zu langweilen. Mit der Zeit habe ich selbst erlebt, dass man stundenlang auf das Meer schauen kann, ohne dass es langweilig wird. Die Zeit vergeht dort einfach ganz anders.
Healthy Lady: Wohin möchtet ihr mit eurer Vision noch segeln?
Paweł: Oh, wir haben noch viele Pläne und Träume. Auf jeden Fall möchten wir irgendwann die Bahamas und den östlichen Teil der Karibik nachholen, den wir bisher auslassen mussten. Aga träumt davon, die Vision einmal unter der Freiheitsstatue in New York vor Anker zu legen. Und ich würde gerne argentinischen Wein dort trinken, wo er hergestellt wird. Zu unseren größeren Fernzielen gehören außerdem Patagonien, Französisch-Polynesien und irgendwann auch wieder Europa. Wie man sieht, liegen all diese Orte in völlig unterschiedlichen Richtungen, deshalb müssen wir wohl irgendwann Prioritäten setzen. Im Moment haben wir es aber nicht eilig und genießen einfach unser Leben in San Blas.
Healthy Lady: Wenn ihr heute zurückblickt, was würdet ihr eurem früheren Ich sagen, bevor ihr euch auf diese Reise gewagt habt?
Aga: Es wird ganz anders sein, als ihr es euch vorgestellt habt, aber es wird sich trotzdem lohnen. Es wartet viel Arbeit auf euch und auch viele Momente des Zweifelns, doch gemeinsam werdet ihr alles schaffen. Die Welt ist wunderschön. Man muss nur lernen, die eigenen Pläne manchmal loszulassen und sich auf das einzulassen, was das Leben bringt.











